Der Druck im Profifußball wächst und wächst. Viele Milliarden Euro setzen die Bundesligisten Jahr für Jahr um. Während das Geld manchen Spielern zu Kopf steigt, können andere dem Druck des Geschäfts nicht mehr standhalten. Der einzige Ausweg: Selbstmord. Ein ehemaliger Profi von Borussia Dortmund befand sich vor Jahren in dieser Situation.


Über 200-mal lief Delron Buckley in der Bundesliga auf. Über die Stationen VfL Bochum und Arminia Bielefeld verschlug es ihn 2005 zum Spitzenklub Borussia Dortmund. Während es in der Vorsaison an der Bielefelder Alm mit 15 Saisontoren noch wie am Fließband lief, erzielte der Südafrikaner beim BVB keine Tore.


„Der Klub hatte viele Probleme, hohe Schulden, ich traf das Tor nicht mehr“, erzählt der heute 40-Jährige gegenüber der Bild. „Der Druck stieg immer mehr an von den Fans und aus dem Umfeld. Ich ging zu Fan-Treffen, wurde da beschimpft und bespuckt.“ Buckley sah damals den einzigen Ausweg in einem Suizid.

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Delron Buckley legt ein schockierendes Geständnis ab


In dieser Zeit wurde zudem in sein Haus eingebrochen, daneben stürzte seine damals zweijährige Tochter von der Treppe. „Es gab nur noch Probleme. Ich dachte mir, wenn ich so weiterleben muss, was habe ich dann hier zu suchen? In einer Nacht habe ich den Entschluss gefasst, mir das Leben zu nehmen“, gesteht Buckley. Er sei neben seiner Frau eingeschlafen und ging am Morgen danach mit einem Strick ins Bad.


Ich wollte unbedingt weg


Ich seinem Kopf hatte er bereits alles durchgeplant, sagt er. Bevor Buckley zum äußersten Mittel griff, entschied sich der ehemalige Flügelstürmer zu beten. „Am nächsten Tag bin ich zu Dortmunds Geschäftsstelle gefahren. Ich wollte unbedingt weg, ließ mich dann nach Basel verleihen.“ Niemand aus der Mannschaft, aus der Geschäftsführung oder gar seine Frau wussten von seinen Problemen.


Der 72-fache Nationalspieler Südafrikas ist froh, dass derartige Probleme heute schon im Keim erstickt werden. „Ich war vor ein paar Monaten in Dortmund und habe gesehen, wie heutzutage mit Psychologen gearbeitet wird. Das finde ich super und hätte mir damals viel geholfen“, sagt Buckley. Der Linksfuß ist inzwischen Co-Trainer des südafrikanischen Erstligisten AmaZulu FC.