Aggressivität ist Trumpf beim HSV. Im Abstiegskampf will der Bundesliga-Dino vor allem über die Mentalität kommen. Am Samstag wartet mit Bayer Leverkusen eine schwere Aufgabe. Mit harter Arbeit und mehr Zug zum Tor will Bernd Hollerbach im "Kampfspiel" gegen die Wekrself "den Bock umstoßen".


Für den HSV steht am ​Samstag gegen Bayer Leverkusen (15.30 Uhr) die nächste schwere Aufgabe im Existenzkampf an. Gegen den Tabellenfünften soll der vierte Heimsieg der Saison gelingen - es wäre der erste Dreier seit neun Spielen und die Premiere unter Bernd Hollerbach. 


Der neue HSV-Coach holte in seinen drei Partien an der Seitenlinie zwei Remis, am vergangenen Samstag verlor sein Team beim BVB mit 0:2. Dennoch sieht er sein Team auf dem richtigen Weg. "Wir sind stabiler geworden. Ich bin mir sicher, dass es in Zukunft besser laufen wird", sagte der 48-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag. "Ich wusste, worauf ich mich einlasse. Wir haben gegen Leipzig und Dortmund schwierige Gegner gehabt. Die Mannschaft arbeitet gut und ich bin sehr optimistisch, dass wir den Bock bald umstoßen“, so Hollerbach weiter.

Drei Punkte sind es auf Mainz auf dem Relegationsplatz, sechs auf den Nord-Rivalen Werder Bremen auf Rang 15. Ein Sieg ist deshalb auch gegen einen guten Gegner wie Leverkusen fast schon Pflicht. "Wir müssen versuchen nach vorne zu spielen. Das Spiel wird von der Aggressivität leben", meinte Hollerbach. "Wir müssen den Gegner zu Hause stellen und fordern. Aber Leverkusen hat eine gute Mannschaft und das wird eine schwierige Aufgabe.“


Aggressiv trat sein Team in den letzten Spielen schon auf. Auf Seiten der Leverkusener ist man sich dessen bewusst. Ex-HSV-Spieler Jonathan Tah glaubt an ein "Kampfspiel", Bayer-Manager Jonas Boldt warnt vor der harten Gangart des Bundesliga-Dinos. "Fußball ist ein Zweikampf-Sport. Im Abstiegskampf ist keine Schönspielerei gefragt, sondern Mentalität. Und die werden wir am Sonnabend zeigen", gab Hollerbach die Richtung vor.

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Kyriakos Papadopoulos steht für Mentalität und knallharte Zweikampfführung wie kein Zweiter im Team des HSV. Der Grieche fehlte zuletzt in Dortmund Gelb-Rot gesperrt. ​Eine Einsatzgarantie wollte ihm Hollerbach allerdings nicht aussprechen. "Ich gebe die Aufstellung erst eine Stunde vor dem Spiel bekannt", gab sich der HSV-Coach zugeknöpft. Beim BVB bildeten Rick van Drongelen, Mergim Mavraj und Gideon Jung die Dreierkette. "Es haben sich alle drei Verteidiger gut gemacht“, urteilte Hollerbach. Papadopoulos dürfte wohl dennoch in die Startelf zurückkehren und Mavraj als Abwehrchef verdrängen.