So wirklich durchatmen darf Antonio Conte dieser Tage nicht. Der angezählte Coach des FC Chelsea konnte mit dem ​3:0-Heimsieg gegen Schlusslicht West Brom zwar vorerst die eigene Demission verhindern, doch schon am morgigen Freitag stehen die „Blues“ im FA-Cup-Achtelfinale gegen Hull City wieder unter immensem Druck. Scheitert Chelsea am Zweitliga-Abstiegskandidat, dürften Contes Tage an der Stamford Bridge gezählt sein.


Da spielt es dem Italiener selbstredend nicht in die Karten, dass ein wichtiges Trio passen muss. Innenverteidiger David Luiz spielte diese Saison zwar bislang keine tragende Rolle und musste insbesondere nach der 1:4-Schmach in Watford reichlich Kritik einstecken, doch die Qualitäten des Brasilianers sind naturgemäß über London hinaus bekannt.

Eine bedeutendere Rolle spiele da schon Tiemoué Bakayoko, der in der Zentrale der „Blues“ bislang auf 24 Ligaeinsätze kommt. Auch er wird dem amtierenden Meister gegen Hull fehlen. Dritter im Bunde ist Neuzugang Ross Barkley, der nach seinem Wintertransfer noch immer darauf wartet, so wirklich in London anzukommen und weiter an einer Oberschenkelverletzung laboriert. 

Und so ruhen die Hoffnungen Contes auf dem verbliebenen Kader. Einer, der zuletzt sinnbildlich für die Chelsea-Krise stand, ist Álvaro Morata. Der in der Liga seit fast zwei Monaten torlose Spanier bekam auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Hull-Spiels allerdings ein Sonderlob von Conte. „Morata ist ein sehr reifer Spieler, der ein tolles Auge für Räume hat“, erklärte der Italiener. Eine Fähigkeit, die gegen tiefstehende Gäste von Vorteil sein könnte. Wohl auch, um Conte einmal mehr im Amt zu halten.