​Am Sonntag trifft Matthias Ginter mit Borussia Mönchengladbach auf seinen Exklub Borussia Dortmund. ​Bei den 'Fohlen' ist derzeit der Wurm drin. Der Abwehrspieler hat die Probleme der Mannschaft ausgemacht und fordert mannschaftliche Geschlossenheit.


Vor der Saison wechselte der 17-fache deutsche Nationalspieler von den Schwarz-gelben nach Gladbach und wurde schnell zum Führungsspieler. In der Liga verpasste der 24-Jährige noch keine einzige Minute, konnte die Abwärtsspirale in den letzten Wochen jedoch auch nicht aufhalten.


Seit dem Rückrundenstart konnte das Team von Trainer Dieter Hecking in fünf Spielen nur drei Punkte holen und ging vier Mal als Verlierer vom Platz. Auch am vergangenen Wochenende setzte es ​gegen den VfB Stuttgart eine bittere 0:1-Niederlage. Dadurch droht die Elf vom Niederrhein im Mittelfeld der Liga zu versinken, deutlich zu wenig für die gesteigerten Ansprüche beim Traditionsverein.

In einem Interview auf der Vereinsseite der Gladbacher analysierte der Innenverteidiger die derzeitige Situation bei den Gladbachern. "Natürlich wissen wir, woran es in Stuttgart gelegen hat. Wir müssen einige Dinge verbessern. Gerade mit dem Ball tun wir uns momentan schwer. Da müssen wir ansetzen, um uns so viele Chancen wie möglich herausspielen zu können", so der Rechtsfuß.


Angesichts der sportlichen Talfahrt müsse die Mannschaft nun geschlossener auftreten denn je: "Weniger reden, mehr machen. Wir müssen bei uns bleiben und wenig von außen an uns herankommen lassen. Wir haben in den zurückliegenden drei Spielen kein Tor gemacht. Wenn man keinen Treffer erzielt, kann man auch kein Spiel gewinnen. Das ist ganz einfach. Nicht nur in der Offensive oder in der Defensive – wir als gesamte Mannschaft müssen jetzt zusammenstehen und uns jede Chance hart erarbeiten."

Beim Spiel gegen seinen Ex-Klub rechnet der Leader mit einer Leistungssteigerung seiner Mannschaft und rechnet sich durchaus etwas aus: "Wir wollen mit aller Macht versuchen, die Niederlagen- und Torlosserie zu beenden. Wir müssen jetzt zusammenstehen und dürfen uns nicht so sehr von den negativen Fakten beeinflussen lassen. Wir müssen uns alles hart erarbeiten."


Dabei könnte den Gladbachern auch zu gute kommen, dass der BVB am Donnerstagabend in der Europa League gegen Atalanta Bergamo antreten muss. Der Deutsche will von dem vermeintlichen Vorteil jedoch nichts wissen: "Letzen Endes liegt es zu großen Teilen an uns und daran, wie wir die Dinge, die wir uns vornehmen, umsetzen können. Wir sind gut beraten, nicht so sehr auf Dortmund zu schauen, sondern sich mit uns zu beschäftigen."