Salif Sané kann Hannover 96 im Sommer dank einer Ausstiegsklausel verlassen. Manager Horst Heldt hofft zwar weiter auf den Verbleib des 27-Jährigen, drängt aber auf eine schnelle Entscheidung. Der Senegalese kann sich allerdings bis April Zeit lassen.


"Wir sind Gefangene unseres Erfolges.“ Das sagt Hannover-Trainer André Breitenreiter zur aktuellen Situation seines Teams. Nach der Bundesliga-Rückkehr stehen die Niedersachsen auf einem beruhigenden neunten Platz und haben den Klassenerhalt quasi schon zwölf Spieltage vor Ende der Saison sicher.


Nun gilt es die Weichen für die Zukunft zu legen. Und genau hier liegt die Crux: Auf der einen Seite verfolgt Hannover mit dem ehrgeizigen Präsidenten Martin Kind eine "Dreijahresplanung", die vorsieht, die Mannschaft sukzessive zu verstärken. Auf der anderen Seite droht wegen der guten Leistungen der Verlust von Stammpersonal. ​Felix Klaus ist im kommenden Sommer schon weg. Ihm folgen könnte Salif Sané.

Der senegalesische Nationalspieler trägt seit 2013 das 96-Trikot und gehört nicht erst seit dieser Saison zu den absoluten Säulen im Team. Schon nach dem Abstieg in die zweite Liga waren mehrere namhafte Klubs hinter dem Innenverteidiger her. Kind blieb damals hart und schob einem Wechsel einen Riegel vor. Nun ist die Situation allerdings anders, Sané hat dank einer Ausstiegsklausel im bis 2020 laufenden Vertrag alle Zügel in die Hand. Bis April hat er Zeit zu entscheiden, ob er weiter in Hannover bleiben möchte oder zu einem anderen Klub weiterziehen will.


An Angeboten wird es dem 27-Jährigen nicht mangeln, die Klausel von elf Millionen Euro dürfte gerade für englische Klubs kein großes Hindernis darstellen. Manager Horst Heldt hat die Hoffnungen auf einen Verbleib noch nicht aufgegeben. So oder so drängt er auf eine schnelle Entscheidung. "Un­ser Bestreben ist weiter, Salif zu halten. Es ist das Recht der Spieler, von vertraglichen Vereinbarungen Gebrauch zu machen. Es wäre aber schön, schnellstmöglich Klarheit zu bekommen“, sagte er gegenüber der Neuen Presse.

Heldt ist sich bewusst, dass die Mannschaft in der kommenden Saison "ein anderes Gesicht" haben werde. "Das ist jetzt schon klar“, so der 48-Jährige zu Sportbuzzer. Neben dem Fragezeichen um Sané hängt die Planung des Hannover-Managers auch stark von den ​50+1-Beschlüssen der DFL ab. Nur wenn die Übernahme durch Kind abgesegnet wird, soll das Kapital aufgestockt werden.


Dann dürfte Heldt ein Vielfaches mehr als die 20 Millionen aus dem vergangenen Sommer investieren und so einen neuen Transfer-Rekord aufstellen.