Sein Engagement beim SC Freiburg sollte ursprünglich nur fünf Monate dauern, mittlerweile sind daraus mehr als drei Jahre geworden. Nachdem Nils Petersen Anfang des Jahres 2015 von Werder Bremen für ein halbes Jahr in den Breisgau verliehen wurde, hielt er Christian Streich auch nach dem Abstieg in die zweite Liga die Stange und ist aktuell der torgefährlichste Angreifer beim Sportclub. Im Interview mit dem Weser Kurier erklärte der Stürmer nun, warum er nach seiner Leihe nicht zurück in den Norden ging.


14 Treffer und eine Vorlage – für Nils Petersen läuft es während der aktuellen Saison richtig rund. Der 29-Jährige zählt in der Bundesliga aktuell zu den torgefährlichsten Stürmern und ist die Freiburger Lebensversicherung schlechthin.


Nach seinem dreijährigen Engagement in Bremen wechselte der 1,88 Meter große Knipser im Januar 2015 von der Weser in den Breisgau und fühlt sich beim Sportclub auch im Jahr 2018 noch pudelwohl. Nachdem er zunächst nur ausgeliehen war, blieb Petersen – trotz des Abstiegs im Sommer – über das Ende der Saison 2014/15 in Freiburg und erreichte seitdem Kultstatus. Im Interview mit dem Weser Kurier legte er nun seine Beweggründe offen.

„Das kann kein Vertrag dieser Welt ersetzen“


„Nach dem Abstieg habe ich hin und her geschwankt. Ich wollte eigentlich nur für fünf Monate nach Freiburg gehen, um der Mannschaft dort zu helfen, und dann wieder gestärkt nach Bremen zu gehen“, gibt Petersen zu. „Aber als ich in Freiburg den persönlichen Erfolg hatte und mit dem Abstieg eine emotionale Verbindung zum Verein da war, und weil ich das Gefühl hatte, dass mich Bremen nicht mehr unbedingt zurückhaben wollte, bin ich in Freiburg geblieben.“

SC Freiburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

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Der Angreifer habe zudem gemerkt, dass ihm das Freiburger Umfeld zugute kommt und er dort mit Spaß seinem Job nachgehen kann. „Das kann kein Vertrag dieser Welt ersetzen. Deshalb habe ich auf mein Bauchgefühl gehört.“


Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) trifft Petersen dann mit dem SV Werder auf seinen Ex-Verein, an den er immer noch gute Erinnerungen hegt: „Ich denke gerne an die Zeit in Bremen zurück und bin immer noch Werder-Fan. Am Wochenende werde ich aber alles für einen Freiburger Sieg tun.“