Nach der ​Aufholjagd von Turin ist die Liste der Vereine, die Spurs-Coach Mauricio Pochettino gerne im eigenen Stadion an der Seitenlinie sähen, mit Sicherheit nicht kürzer geworden. Nicht nur deswegen will Klub-Boss Daniel Levy den Vertrag des Argentiniers laut ​Telegraph lieber heute als morgen verlängern.


Druck haben die Londoner in Sachen Trainer eigentlich nicht. Pochettinos Vertrag läuft noch bis 2021, und der 45-Jährige fühlt sich bei den '​Spurs' mehr als wohl. Lediglich ein Angebot von Real Madrid könnte ihn wohl ins Grübeln bringen. Dass sein Kontrakt vorzeitig ausgedehnt werden soll, liegt aber nicht primär daran, dass die Königlichen im Sommer tatsächlich anfragen könnten, sondern vielmehr an der Entwicklung, die die Mannschaft unter dem Argentinier genommen hat.

Als Pochettino 2014 vom FC Southampton an die White Hart Lane wechselte, waren die 'Spurs' ein Verein, der mit viel Glück mal an die Top Vier anklopfen konnte. Mittlerweile sind sie ein Spitzenteam, das sich auch europaweit vor keiner Mannschaft verstecken muss. Das sieht auch Christian Eriksen so, der die komplette Pochettino-Ära miterlebt hat: "Seit ich hier bin, haben wir uns jedes Jahr weiter entwickelt." Vor fünf Jahren hätte man "gegen ein Top-Team bei 0:2 nach zehn Minuten mit 0:6 verloren. Das hat sich unter diesem Trainer geändert. Jeder ist gewachsen und gibt sich bei 0:2 nicht auf."


Ob Pochettino bleibt oder nicht, sei "seine Entscheidung, aber ich glaube dass er diese Entwicklung weiter führen möchte. Die Spieler und der gesamte Verein sind sehr glücklich, dass er hier ist." Das scheint auch der Argentinier selbst zu sein. In seiner Biographie Brave New World sagt er im Gespräch mit Levy, dass er liebend gern zehn oder fünfzehn Jahre bleiben würde.