​Völlig überraschend vermeldete Werder Bremen am Deadline-Day die Verpflichtung des Hertha-Verteidigers Sebastian Langkamp. Sportdirektor Frank Baumann war in allerletzter Sekunde noch ein echter Transfercoup gelungen. Langkamp sprach nun über den Wechsel und seine Ziele mit Werder.


"Es war gut für mich, dass ich gleich bei der eng­li­schen Woche mit dabei war. Wir waren viel un­ter­wegs, so­dass ich die Jungs rich­tig ken­nen­ler­nen konn­te", betonte der Neuzugang in einem Interview mit der BILD-Zeitung. Für den 30-Jährigen kam der plötzliche Vereinswechsel ebenso überraschend, wie für Presse und Fans. "Ich war in Ber­lin schon ein paar Wo­chen nicht mehr die Num­mer 1 auf der In­nen­ver­tei­di­ger-Po­si­ti­on", erklärte der Abwehrspieler. "Es gab Si­tua­tio­nen, wo ich nicht ein­ge­wech­selt wurde und das war für mich mehr als nur ein Fin­ger­zeig. Dann kam das Spiel gegen Wer­der und am nächs­ten Tag gab es den ers­ten Kon­takt. Spä­tes­tens da habe ich mir dann Ge­dan­ken ge­macht und eine Pro-und-Kon­tra-Lis­te er­stellt. Die Ar­gu­men­te für Wer­der haben weit über­wo­gen. Über Nacht habe ich dann meine Ent­schei­dung ge­trof­fen."



Doch auch an der Weser trifft er mit Milos Veljkovic und Niklas Moisander auf harte Konkurrenz. Bisher spielte er lediglich eine Minute im Dress der Werderaner. Beim Sieg auf Schalke wurde Langkamp in der Schlussminute eingewechselt. 


Doch der Innenverteidiger will sich nun in Bremen durchsetzen und formuliert ambitionierte Ziele: "Es ist nicht meine In­ter­pre­ta­ti­on, einen Ver­eins­wech­sel zu voll­zie­hen, um von Bank zu Bank zu wech­seln. Dafür bin ich noch zu jung. Koh­feldt hat nicht ge­sagt: ‚Du, Basti, wir ver­pflich­ten dich für die Bank.‘ Ich habe den An­spruch, Stamm­spie­ler zu sein. Es ist für mich der rich­ti­ge Schritt ge­we­sen, nach Bre­men zu wech­seln, weil ich hier die Mög­lich­keit mehr sehe als in Ber­lin. Ich habe nicht um­sonst einen Ver­trag über zwei­ein­halb Jahre un­ter­schrie­ben.“