Kölns Hoffnung im Abstiegskampf heißt Simon Terodde. Fünf Tore in seinen ersten fünf Spielen gelangen ihm seit der Rückkehr an den Rhein. Zuletzt setzte es dennoch zwei Pleiten in Folge. Für Terodde kein Grund, den Glauben zu verlieren. Am Samstag gegen Hannover 96 will er unbedingt gewinnen - um dann wieder etwas hoffnungsvoller auf die Tabelle blicken.


Die Euphorie in Köln ist ein wenig verflogen: Nach dem perfekten Start in die Rückrunde inklusive Sieg in Hamburg gab es zuletzt nur noch einen Punkt aus den vergangenen drei Partien. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt wieder sieben Punkte, Werder Bremen auf Rang 15 scheint mit zehn Zählern Vorsprung schon außer Reichweite.


Von Aschermittwochsstimmung vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr) wollen die Kölner dennoch nichts wissen. Dem 70. Vereinsgeburtstag soll gegen den Aufsteiger ein Sieg folgen. Der neue Goalgetter Simon Terodde ist zuversichtlich, dass das klappt und der FC sich weiter Hoffnungen auf das "Wunder Klassenerhalt" machen kann. 


"Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen. Wir haben ein Heimspiel vor unseren Fans, ich bin zuversichtlich, dass wir drei Punkte holen“, sagte der 29-Jährige im Rahmen der Spielvorschau auf der ​Vereinshomepage. "Hannover hat eine Menge Respekt vor uns“, meinte er weiter, auch wenn die Niedersachsen "ein richtig guter Aufsteiger" seien. 

Gegen das Team von André Breitenreiter holten die 'Geißböcke' am sechsten Spieltag beim 0:0 in Hannover den ersten Punkt in der laufenden Spielzeit. Am Samstag müssen unbedingt drei her - das weiß auch Terodde: "Wir können alle die Tabelle lesen, wissen, dass die Spiele weniger werden." Die Tabelle schaue sich der Angreifer, der im Winter für drei Millionen Euro zurück an den Rhein wechselte, oft an. "Wir haben eine Situation geschaffen, in der man wieder hoffen darf, deshalb sehe ich das nicht so schwarz“, so Terodde zur aktuellen Situation.


Bittencourt zurück im Teamtraining - Ruthenbeck verspricht "anderes Gesicht"


Hoffnungen macht auch die Rückkehr von Leonardo Bittencourt. Der Außenstürmer fehlt den 'Geißböcken' seit dem 13. Spieltag wegen Adduktorenproblemen und konnte ​am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Eine Alternative für den Samstag ist er aber laut FC-Coach Stefan Ruthenbeck noch nicht. "Bei Leo müssen wir von Tag zu Tag schauen, wie er die intensiven Belastungen verkraftet. Vielleicht kann er in zwei bis drei Wochen eine Option sein“, bremste Ruthenbeck. 


Vor dem kommenden Gegner hat der Köln-Trainer eine Menge Respekt. "Hannover hat ein ähnliches System wie Eintracht Frankfurt, sie sind unangenehm und schnell im Offensivbereich. Mut wird ein entscheidender Faktor sein“, glaubt Ruthenbeck. Sein Team werde gegen die Niedersachsen "ein anderes Gesicht zeigen" als bei der 2:4-Niederlage in Frankfurt, versprach er.