In diesem Winterfenster war RB Leipzig drauf und dran, den jungen Úmaro Embaló unter Vertrag zu nehmen. Ein Wechsel an den Cottaweg platzte jedoch in letzter Minute. Sportvorstand Ralf Rangnick hat sich indes zu einem möglichen Wechsel des Teenagers im Sommer geäußert und verteidigt in selbiger Aussage den Verkauf des ambitionierten Nicolas Kühn.


Es ging um einen zweistelligen Millionenbetrag, den RB Leipzig im vergangenen Januar für Úmaro Embaló an Benfica Lissabon zu überweisen hatte. Der Wechsel schien bereits so gut wie sicher, ​ging am Ende aufgrund Forderungen des Beraters, die die Roten Bullen so nicht erfüllen wollten, aber nicht über die Bühne.

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Úmaro Embaló (l.) steht im Leipzig-Fokus


Leipzig wird derweil jedoch nachgesagt, an dem erst 16-Jährigen dranzubleiben und im kommenden Sommer einen erneuten Anlauf zu starten. „Ich kann die Frage nicht mit einem kompletten Nein beantworten, aber es ginge nur, wenn der Grund, weshalb es jetzt nicht geklappt hat, von der anderen Seite anders bewertet wird“, kommentiert Leipzigs Sportvorstand Ralf Rangnick im kicker die bevorstehende Situation.


Mit Benfica habe man sich angeblich bereits auf die Ablöse in Höhe von 15 Millionen Euro plus Boni geeinigt, heißt es. Den Forderungen von Berater Catió Balde wurde jedoch nicht nachgegangen. „Es gab für uns keine Alternative zum Abbruch der Verhandlungen, weil wir keine Dinge machen, die nicht konform gehen mit den Bestimmungen“, sagt Rangnick weiter. Balde sollte erst nach der Volljährigkeit Embalos honoriert werden, so das Credo Rangnicks.


Kühn passt besser zur Ajax-Philosophie


Im Wechselgebaren um Embalo ging ein Transfer nahezu unter: Der 18-jährige Nicolas Kühn ​wurde für zwei Millionen Euro zum niederländischen Erstligisten Ajax Amsterdam ​transferiert. „Er ist ein hochtalentierter Spieler, aber einer, der eher über den Ballbesitz-Fußball kommt und auch selber kommen möchte“, bezieht Rangnick Stellung zum Wechsel. „Wir haben gemeinsam erkannt, dass das nicht mit unserer Spielphilosophie einhergeht.“ Man habe ihn „zu Ajax ziehen lassen, weil der dortige Fußball besser zu ihm passt.“