​Real Madrid steht nach einem 3:1-Erfolg über Paris St. Germain mit einem Bein im Viertelfinale der Champions League. Wieder einmal machte Weltfussballer Cristiano Ronaldo den Unterschied.


Real Madrid  3:1  Paris St. Germain

Tore: 0:1 Rabiot (33.); 1:1 Ronaldo (FE, 44.); 2:1 Ronaldo (83.), 3:1 Marcelo (86.)


Mit großer Spannung wurde das Millionen-Duell erwartet. Es ging um Prestige und Ehre, aber auch um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Real-Coach Zinedine Zidane ließ mit voller Kapelle spielen, der formschwache Gareth Bale fand sich nur auf der Bank wieder. Auch PSG-Trainer Unai Emery trat selbstverständlich mit all seinen Superstars an.

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Doch das Offensiv-Feuerwerk blieb zunächst aus. Beide Teams tasteten sich vorerst gegenseitig ab, kein Spieler wollte den ersten Fehler machen. Superstar Neymar fiel nur durch Nickligkeiten und Schinderei auf, holte sich zudem nach nur 14 Minuten eine Gelbe Karte ab.


Die erste dicke Chance verzeichneten die Hausherren für sich. Cristiano Ronaldo stürmte allein auf das Tor von Alphonse Areola zu, doch der Ball schlug nicht im Netz der Pariser ein (28.). Fünf Minuten später hatte Adrien Rabiot auf der anderen Seite mehr Erfolg. Der Franzose verwertete eine starke Hereingabe von Kylian Mbappé zum 1:0 für die Gäste aus der französischen Hauptstadt (33.).

Real wirkte zunächst geschockt ob des Rückstands, auch weil PSG nun die Kontrolle übernahm. Kurz vor der Pause aber riss Giovano Lo Celso Gegenspieler Toni Kroos im Strafraum von den Beinen und Schiri Gianluca Rocchi entschied völlig korrekt auf Strafstoß. Superstar Ronaldo ließ sich die Chance nicht nehmen und hämmerte das Leder zum 1:1-Ausgleich ins Tor von Areola (44.). Es war der 100. Champions-League-Treffer des Portugiesen im Trikot von Real Madrid.

Die zweite Halbzeit lieferte deutlich mehr Spektakel. Es entwickelte sich das von allen erwartete Spitzenspiel. Die Hemmungen aus dem ersten Durchgang wurden abgelegt, beide Teams spielten auf Sieg. Es war ein offener Schlagabtausch, jeder noch so kleine Fehler wurde umgehend bestraft. Lediglich die Offensivabteilungen leisteten sich noch Ungenauigkeiten, ansonsten wären bereits etliche Tore gefallen.


Kurz vor Ende der Partie war es dann eher dem Zufall geschuldet, dass doch noch ein Treffer fiel. Ronaldo bekam eine Isco-Hereingabe nach Areolas verunglückter Abwehr ans Knie und brachte Real in Führung (83.). Nun hatten die Königlichen wohl Blut geleckt. Nur wenige Minuten später erhöhte Defensivmann Marcelo gar noch auf 3:1 (86.).

Der Krisenklub aus Spanien verschaffte sich eine in der Summe wohl etwas zu gute Ausgangslage für das Rückspiel. Beide Teams lieferten eine ordentliche Partie, Real war am Ende aber einfach mit mehr Durchschlagskraft und dem nötigen Quäntchen Glück. Für Paris wird es nun ziemlich schwer, doch noch das Viertelfinale der Champions League zu erreichen.

Star des Spiels - Cristiano Ronaldo: Der Mann für die großen Spiele. Entschied das Spitzenspiel durch seine CL-Treffer 100 und 101 quasi im Alleingang. Der Weltfussballer machte wieder einmal den Unterschied.


Flop des Spiels - Nacho: Auch hier steht ein Madrilene. Der Ersatz für Dani Carvajal setzte sich qualitativ einfach zu sehr von seinen Kollegen ab und schien die kompletten 90 Minuten überfordert zu sein. Im Rückspiel dürfte es Real mit Carvajal deutlich einfacher haben.​​