Ob der FC Chelsea die Trendwende geschafft hat, lässt sich auch nach dem ​souveränen 3:0-Sieg gegen Schlusslicht West Bromwich Albion nicht final sagen. Doch zumindest der freie Fall des noch amtierenden Meisters ist vorerst gestoppt. Ein Grund hierfür: Nach der schwachen Vorstellung beim FC Watford bat die Mannschaft um zusätzliche freie Tage, um den Kopf freizubekommen. Antonio Conte willigte ein – der Erfolg gibt ihm Recht.


Die von Kapitän Gary Cahill initiierte Aktion im Anschluss an die desaströse Woche mit den beiden vernichtenden Niederlagen in Watford (1:4) und gegen Bournemouth (0:3) stieß dabei bei Trainer Conte wohl auf offene Ohren. „Rund um den Trainingsplatz herrschte einfach eine schlechte Atmosphäre“, erklärte Cahill gegenüber dem Evening Standard


Es sei mental wichtig gewesen, raus aus dem negativen Trott zu kommen und die Gedanken für ein paar Tage um andere Dinge kreisen zu lassen. Und neben dem Geist sei die Pause auch für den Körper gut gewesen, führte Cahill weiter aus. „Es war das erste Mal in dieser Saison, dass wir zwischen zwei Spielen frei hatten.“


Der 32-jährige Innenverteidiger erklärt weiter: „Hätten wir die Pause nicht gehabt, hätten wir am nächsten Tag mit Sicherheit in einer Mannschaftssitzung über die Ereignisse von Watford gesprochen. So aber war das nicht nötig, da sich jeder selber seine Gedanken machen konnte.“


Auf die aktuelle Tabellenlage angesprochen kontert Cahill mit einem Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit. „2016 waren wir Zehnter, im nächsten Jahr haben wir die Liga dominiert. Immer wenn wir am Boden waren, haben wir zurückgeschlagen“, sagte Cahill selbstbewusst. Und auch in dieser Saison habe man noch ambitionierte Ziele: Sowohl im FA-Cup, als auch in der Champions League ist Chelsea aktuell noch vertreten.