In München nur eingewechselt, dann krank im Bett - Schalkes Amine Harit verpasste wegen eines Virus den Auftakt in die Trainingswoche. Am Mittwoch kehrte der 20-Jährige zurück. Sein Einsatz am kommenden Samstag gegen Hoffenheim ist nicht gefährdet. Derweil meldet sich sein Entdecker von Jugendklub FC Nantes zu Wort.


Amine Harit kam im Sommer für acht Millionen Euro von Ligue-1-Klub FC Nantes nach Gelsenkirchen. Der zweifache marokkanische Nationalspieler wurde unter Domenico Tedesco auf Anhieb zur Stammkraft und zu einem der Shootingstars der laufenden Bundesliga-Spielzeit. 


​Am Dienstag verpasste der 20-Jährige die Trainingseinheit wegen einer Virus-Erkrankung. Einen Tag später stand er beim Vormittagstraining schon wieder auf dem Platz. Einem Einsatz von Schalkes "Dribbelkönig" zum Topspiel gegen 1899 Hoffenheim am Samstagabend (18.30 Uhr) scheint somit nichts im Wege zu stehen.

In 21 Liga-Einsätzen erzielte Harit bislang drei Treffer und bereitete sieben Tore direkt vor. Der Offensiv-Youngster galt in Frankreich schon vor seinem Wechsel in die Bundesliga als großes Talent. 


Seit 2012 wurde er in der Jugendakademie des FC Nantes ausgebildet und schaffte dort den Sprung zu den Profis. Gegenüber dem französischen Fußballportal ​Foot-Sur7 sprach sein Entdecker Philippe Casagrande, wie es zum Wechsel des bei Paris geborenen Harit ins über 400 Kilometer entfernte Nantes in den Westen Frankreichs kam. 


Casagrande ist für den achtfachen französischen Meister als Scout für die Region um Paris zuständig. Dort traf er zum ersten Mal durch einen Vermittler auf Harit, als er zwischen 2008 und 2011 in der Jugendabteilung von Espérance Paris spielte. Es folgten zunächst zwei Jahre bei Red Star Paris, bevor Harit die Hauptstadt gen Nantes verließ.


"Ich war bei der Vertragsunterzeichnung dabei. In einer Bar musste er den Vertrag unterschreiben", erzählte Casagrande. Damals seien viele namhafte Klubs aus Frankreich hinter Harit her gewesen. Am Ende entschied er sich für Nantes, wo er schnell zum Junioren-Nationalspieler Frankreichs reifte und von der U18 bis zur U21 alle Jahrgänge der Nationalteams durchlief.


"Als er in Nantes ankam, war er zu ungeduldig. Er wollte so schnell wie möglich mit den Profis trainieren", erinnerte sich sein Entdecker zurück. Seit seinem Wechsel in den Ruhrpott habe er aber keinen Kontakt mehr zu Harit. "So ist die Welt des Fußballs. Junge Leute sind glücklich zu uns zu kommen, danach zählen nur die Agenten", meinte Casagrande