Noch vor einigen Wochen schien der Brasilianer Walace beim HSV vor dem ​Absprung zu stehen. Dem Vernehmen nach lag ein Angebot von Flamengo Rio de Janeiro vor, das der 22-jährige nur zu gerne angenommen hätte. Doch HSV-Sportdirektor Jens Todt und Neu-Trainer Bernd Hollerbach wollten Walace halten – und überzeugten ihn mit stichhaltigen Argumenten.


Eines der besagten Argumente war, dass der HSV seinen Schützling in familiären Angelegenheiten mehr unterstützen würde. Dieses Versprechen scheinen die Hamburger nun wahrzumachen: Walace wird nach der richtungsweisenden Begegnung mit Bayer Leverkusen in Richtung Heimat abreisen, um der Geburt seines zweiten Kindes beizuwohnen.


Dies bestätigte nun Walace-Berater Rogério Braun gegenüber der MOPO. „Das Baby ist jetzt bereit, auf die Welt zu kommen. Realistisch gesehen, wird es in den nächsten zehn Tagen passieren. Das ist das Maximum“, gab Braun zu Protokoll. Ob Walace schon im darauffolgenden Derby gegen Werder Bremen wieder zum Kader des Bundesliga-Dinos zählen würde, weiß Braun nicht einzuschätzen. „Das ist natürlich schwer zu sagen. Aber wenn es möglich ist, wird er es versuchen. Ob er dann auch spielen würde, hängt sicherlich davon ab, wie der Trainer seinen Fitnesszustand bewertet“, erklärte der Berater.



Grundsätzlich habe sich Walace damit abgefunden, dass sein Winter-Wechsel nicht geklappt hat. Vielmehr soll er sich unter der gestiegenen Wertschätzung Hollerbachs „sehr wohl in Hamburg fühlen.“ Braun weiter: „Er ist froh, die Probleme hinter sich gelassen zu haben.“ Unter Hollerbach stand Walace in allen drei Begegnungen über die volle Distanz auf dem Rasen und konnte andeuten, warum der HSV vor rund einem Jahr über 9 Millionen Euro für seine Dienste an Grêmio überwies.