Juventus Turin vergibt eine 2:0-Führung - eigentlich undenkbar. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Tottenham Hotspur ist den Italienern genau das passiert. Juve-Coach Massimiliano Allegri gab sich nach der Partie dennoch kämpferisch und kritisierte den Umgang der Medien mit seinem Team.


Auch ohne den verletzten Paulo Dybala legte ​Juventus Turin im Achtelfinal-Hinspiel gegen Tottenham Hotspur im eigenen Stadion einen Traumstart hin. Stürmer-Star Gonzalo Higuain sorgte mit seinem Doppelpack nach neun Minuten für eine 2:0-Führung. ​Eigentlich ein perfektes Polster für den italienischen Rekordmeister. Doch die 'Spurs' konnten sich in der Folge immer besser durch Juves Abwehrbollwerk spielen und schaffte am Ende den verdienten 2:2-Ausgleich.


Beim Rückspiel in London besitzen die Engländer nun die etwas bessere Ausgangslage. Die Partie verspricht dennoch große Spannung - Juve-Coach Massimiliano Allegri glaubt trotz des verspielten Zwei-Tore-Vorsprungs weiter fest an den Einzug ins Viertelfinale. "Es ist schade, dass wir nicht gewonnen haben, aber wir haben alles, um ins Viertelfinale einzuziehen", sagte er nach dem Spiel gegenüber Mediaset Premium


Allegri sauer auf die Presse


Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Partie wurde der 50-Jährige gegenüber den Medienvertretern laut. Grund seines Ärgers war laut Evening-Standard-Reporter James Olley, dass die Leistungen seines Teams in der Champions League nicht genug anerkannt würden.

Allegri legte noch am späten Abend über seinen offiziellen Twitter-Account nach. "Manchmal vergessen wir, dass es Gegner gibt und dass sie stark sind, besonders in der Champions League. Ich bin stolz auf das, was die Jungs getan haben, was sie tun und in dieser Saison noch tun werden. Nur mit Begeisterung und einer positiven Einstellung werden wir gewinnen", verkündete Allegri.

Zuvor analysierte der Juve-Coach auf der Pressekonferenz, dass es normal sei, gegen einen solchen Gegner in Schwierigkeiten zu kommen. "Nach dem 2:0 standen wir zu tief und haben aufgehört zu spielen. Aber das war auch dem Spiel von Tottenham geschuldet. Es war immernoch ein Achtelfinale der Champions League, lasst uns das nicht vergessen", erklärte Allegri.


Abgesehen von der Parade von Gianluiggi Buffon gegen Harry Kane im ersten Durchgang hätte Tottenham keine großen Torchancen gehabt. "Wir hatten die Möglichkeit auf 3:0 zu stellen und haben einen Elfmeter verschossen. Beim Gegentor haben wir den Ball im Spielaufbau verloren", so der Italiener. Das Rückspiel werde ein echtes Endspiel, das "wir versuchen werden zu gewinnen", blieb er kämpferisch.