​Am vergangenen Spieltag kassierte die 'Werkself' aus Leverkusen gegen Hertha BSC eine 0:2-Niederlage. Gegen die kompakt stehende Defensive der 'Alten Dame' kam die über weite Strecken ideenlose Offensive der Rheinländer nicht wirklich zur Entfaltung. Cheftrainer Heiko Herrlich musste sich nach der Partie Kritik für seine Rotation gefallen lassen, zur der sich der 46-jährige Übungsleiter nun äußerte.


Nach dem "Kraftakt" im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den ​SV Werder Bremen (4:2 n. V.) nahm Herrlich fünf Veränderungen an seiner Startelf vor. Mit Lars Bender, Wendell, Charles Aránguiz, Leon Bailey und Kai Havertz ließ der Bayer-Coach gleich fünf wichtige Leistungsträger der letzten Wochen nicht von Beginn an auflaufen, was bei vielen Unverständnis hervorrief. "Wenn wir nicht durchrotiert hätten und wir hätten das Spiel verloren, hätte man sicher kritisch gefragt, warum ich nicht rotiert habe", wird der Cheftrainer vom kicker zitiert. 

Herrlich holte weiter aus und begründete, warum er die oben genannten Spieler nicht für die Startelf berücksichtigte. "Kai Havertz stand am Samstag in Freiburg 90 und am Dienstag gegen Bremen 120 Minuten auf dem Platz, da hat man die Fürsorgepflicht, dass man ihn nicht verheizt", stellte der 46-Jährige klar. Bei Wendell habe man gesehen, dass er angeschlagen ist. "Bei Charles Aranguiz waren wir nach seiner Knieverletzung froh, dass er überhaupt noch auf dem Platz steht", betonte der Ex-Profi.

Bayer 04 Leverkusen v Hertha BSC - Bundesliga

Nach der Heimpleite gegen Hertha BSC tröstete Heiko Herrlich seine Spieler


Bailey sei nicht für die Startelf nominiert worden, da er mit "muskulären Problemen" zu kämpfen hatte. "Da ist es einfach die Pflicht als Trainer, Pausen zu geben", erklärte Herrlich. Dass der Übungsleiter Bailey nach knapp einer Stunde einwechselte, ist nach den Aussagen jedoch nur schwer nachzuvollziehen. Auf Kapitän Bender musste der Bayer-Coach verletzungsbedingt verzichten. Der Defensivspieler zog sich gegen Bremen ​einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu. "Wenn alles super läuft, steht er in drei Wochen wieder auf dem Platz", gab Herrlich zu Protokoll.