Marcel Risse ist einer der Hoffnungsträger des 1. FC Köln, um am Ende der verkorksten Saison doch noch den Klassenerhalt feiern zu dürfen. Lange Zeit stand sogar das Karriere-Ende des Offensivspielers im Raum. Trainer Stefan Ruthenbeck hält große Stücke auf den Rückkehrer.


Die Vorsaison war für Marcel Risse bereits nach 13 Spieltagen zu Ende. Beim 0:4 in Hoffenheim zog sich der Kölner Flügelstürmer einen Kreuzbandriss zu und musste nach einer halben Stunde vom Feld. Lange Zeit hatte der Offensivmann aus Köln-Kalk an seiner schweren Knieverletzung zu knabbern. Als er sich wieder zurückgekämpft hatte, erlitt Risse eine Meniskusverletzung, ​nach der sogar eine Karriereende zur Debatte stand.

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Marcel Risse fehlte dem FC lange verletzungsbedingt


Doch der 28-Jährige arbeitete härter denn je an seiner Rückkehr – mit Erfolg. Am vergangenen Wochenende in Frankfurt (2:4) stand Risse erstmals seit Mitte September wieder in einem Pflichtspiel auf dem Rasen. „Cello kann einen Unterschied machen, und diesen Unterschied brauchen wir“, sagt FC-Coach Stefan Ruthenbeck in der Sport Bild.


Trotz seiner Verletzungen blieben die Kölner von Risse überzeugt ​und verlängerten dessen Vertrag vorzeitig bis 2022. Bei seinem Comeback in Frankfurt legte er Simon Teroddes Tor zum 2:4-Endstand vor. „Das ist auf jeden Fall eine Option, ja“, sagt Ruthenbeck, angesprochen auf eine mögliche Startelf-Nominierung Risses für das kommende Heimspiel gegen Hannover (Samstag, 15.30 Uhr).


Risse könnte für Córdoba von Beginn an spielen


Risse wäre ein möglicher Ersatz für Jhon Córdoba, dessen Deutsch auch nach zweieinhalb Jahre in Deutschland nicht besser geworden ist. Der Kolumbianer lief in Frankfurt seine Gegenspieler reihenweise falsch an, weil er die Kommandos seiner Kollegen nicht verstanden hatte. Ruthenbeck verteidigt den glücklosen Angreifer: „Natürlich ist es für ihn nicht so einfach, da er kaum Deutsch und Englisch spricht. Dazu kommt, dass er lange ausgefallen ist. Auch er braucht Zeit, um unsere Idee zu verstehen. Das ist ganz logisch.“