Aufgrund der Rekordablöse, die der FC Schalke 04 vor eineinhalb Jahren für Breel Embolo zahlte, muss der Schweizer Nationalspieler einen großen Rucksack schultern. Im Zuge der Weltmeisterschaft im Sommer wird dem jungen Angreifer nun zusätzlicher Druck aufgetragen.


Etwas überraschend stand Breel Embolo in der vergangenen Bundesligapartie bei den Bayern in der Schalker Startelf. Der Schweizer zeigte bei der 1:2-Niederlage in der Allianz Arena eine ordentliche Leistung und leitete den zwischenzeitlichen Ausgleich der Königsblauen durch Franco Di Santo maßgeblich mit ein.

FC Bayern Muenchen v FC Schalke 04 - Bundesliga

Gefiel gegen die Bayern: Breel Embolo



Doch der Schweizer hat einen schweren Stand am Ernst-Kuzorra-Weg. Die Bürde der 21,5 Millionen Euro, die die Knappen im Transfersommer 2016 für den Angreifer investierten, lasten schwer auf Embolos Schultern. Dass er in München wieder mal von Beginn an ran durfte, ​war Balsam für die geschundene Seele des 21-Jährigen, der fast ein Jahr wegen einer schweren Knöchelverletzung fehlte.


„Klar kriegt man das mit. Spurlos geht das an keinem vorbei“, sagt Embolo über die zuletzt aufgekommene Kritik. ​Druck üben zumindest die Schalker Verantwortlichen nicht aus. Deutliche Worte kommen unterdessen aus seiner Schweizer Heimat. „Ich bin in ständigem Kontakt mit unserem Nationaltrainer (Vladimir Petkovic; Anm. d. Red.)“, erklärt Embolo, der anfügt: „Er sagt mir, dass ich spielen muss.“


Druck aus der Schweiz


Freilich eine klare und logische Wortwahl von Petkovic. Der Nati-Trainer will bei der kommenden Weltmeisterschaft für Furore sorgen und kann dabei nur auf Kräfte zurückgreifen, die regelmäßig auf dem Rasen stehen. S04-Trainer Domenico Tedesco stellt sich indes auf die Seite Embolos. Es gebe zwei Faktoren, die man nicht vergessen sollte: „Erstens war er sehr lange und sehr schwer verletzt. Breel hatte keine leichte Zeit. Und zweitens ist er noch ein sehr junger Spieler. Da ist es wichtig, dass beide Seiten die nötige Geduld haben.“


Man würde Embolo keinen Gefallen tun, immer wieder auf die Ablöse zu verweisen, dafür könne er nichts, führt Tedesco aus. „Wie wichtig er für uns sein kann, hat er ja zuletzt in München gezeigt. Da war wieder ein weiterer Schritt nach vorne.“ Ob er am Samstag (18.30 Uhr) gegen Hoffenheim wieder von Beginn weg aufläuft, steht jedoch aus taktischen Gründen auf der Kippe.