Vor wenigen Tagen hatte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke anklingen lassen, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, die Zusammenarbeit mit Peter Stöger über die Saison hinaus weiterzuführen. Auch der Österreicher scheint in jedem Fall nicht abgeneigt zu sein.


Sollte Peter Stöger mit dem BVB die Champions League erreichen, gilt ein langfristiger Verbleib des österreichischen Fußballlehrers als gesichert. „Wenn die Aufgabe beim BVB für mich nicht interessant wäre, hätte ich sie ja gar nicht erst angenommen“, sagt er in der Mittwochsausgabe der Sport Bild. Die Vereinsseite soll bereits entschieden haben, mit Stöger langfristig zusammenarbeiten zu wollen.

TSG 1899 Hoffenheim v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

Julian Nagelsmann spielt vorerst keine Rolle mehr beim BVB



„Wir haben zu Peter Stöger ein großartiges Vertrauensverhältnis“, erklärt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, ​der erst am Dienstag seinen Vertrag langfristig ausdehnte. „Zu gegebener Zeit werden wir entsprechende Gespräche führen und Entscheidungen bekannt geben.“ Stöger ist bereits an der Ausrichtung des zukünftigen BVB-Kaders involviert und maßgebend beteiligt.


„Wir bekommen von ihm klare Einschätzungen, die vor allem Michael Zorc, der für die Kaderplanung verantwortlich ist, benötigt“, führt Watzke aus. Der Manager sang bereits im Sky-Talk Wontorra ein Loblied auf Stöger, den solche Worte nicht kalt lassen, wie er zugibt: „Natürlich ist es angenehm zu hören, wenn die Verantwortlichen nicht unzufrieden mit meiner Arbeit sind.“


Nagelsmann spielt keine gewichtige Rolle mehr


Für Stöger selbst ändere sich dadurch aber nichts. Der Fokus liege nach wie vor auf den gesteckten Zielen. „Wir wollen wieder in die Champions League, darauf konzentriere ich mich.“ Grundlegend geändert hat sich die Situation für Julian Nagelsmann, ​der schon lange auf der BVB-Wunschliste ganz oben steht​. Das Interesse an dem Ausnahmetrainer von der TSG Hoffenheim sei „erkaltet“. 1899-Mäzen Dietmar Hopp hatte ihm so oder so ein Wechselverbot erteilt, so dass eine Übernahme erst ab Sommer 2019 möglich wäre.


Dann könnte der BVB aber aus dem Rennen um Nagelsmann sein. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, inwieweit die Dortmunder Verantwortlichen mit der Arbeit von Stöger zufrieden sind. Unterzeichnet der Wiener einen langfristigen Vertrag an der Strobelallee, findet der achtfache Deutsche Meister freilich keine Verwendung für Nagelsmann.