​Schalke-Trainer Domenico Tedesco ist ein Freund von polyvalenten Spielern. Dementsprechend gehört der unkomplizierte und vielseitige Alessandro Schöpf zu seinen wichtigsten Akteuren. Obwohl er aufgrund seiner Laufleistung eigentlich für die Außenbahn wie gemacht ist, könnte er Max Meyer den Platz als Sechser streitig machen. Was steckt hinter diesem Tedesco-Plan?


Der eine oder andere S04-Fan staunte nicht schlecht, als in der zweiten Halbzeit gegen den FC Bayern München (1:2) auf einmal Alessandro Schöpf die angestammte Rolle von Max Meyer übernahm. Als defensiven Mittelfeldspieler kannte man den Österreicher zuvor nicht. 

Tedesco sah sich zum Tausch gezwungen, da Meyer Gelb-Rot gefährdet war. Für Schöpf kam die Berufung auf die Sechs durchaus überraschend, wie er gegenüber RevierSport bestätigte: "Der Trainer ist in der Halbzeit auf mich zugekommen und meinte, dass Max Meyer schon die gelbe Karte gesehen hat und dass er mich auf seine defensive Position schieben will. Ich konnte mich also im Kopf zumindest kurz darauf vorbereiten."


"Ich bin für alles offen"


Der 24-Jährige würde gut daran tun, wenn er sich an diese Aufgabe schon einmal gewöhnen würde. Es ist nämlich gut möglich, dass Schöpf diese Position auch am Samstag gegen 1899 Hoffenheim (18:30 Uhr) bekleiden wird. Da sich Weston McKennie nach seiner Innenbandverletzung noch im Lauftraining befindet und Nabil Bentaleb nicht als Liebling des Trainers gilt, könnte Tedesco erneut auf Schöpf zurückgreifen - zumal ​Meyer diesmal tatsächlich Gelb-gesperrt fehlen wird.

FC Schalke 04 v VfL Wolfsburg - DFB Cup

Beordert Tedesco seinen Flügelspieler Schöpf dauerhaft auf die Sechs?


Auch wenn sich der ehemalige Nürnberger auf der Außenbahn eigentlich am wohlsten fühlt, gehört er zu den Spielern, die vielseitig einsetzbar sind. "Ich bin offen für alles. Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt und möchte natürlich am liebsten von Beginn an spielen. Ich bin aber relativ flexibel, was die Position angeht", so Alessandro Schöpf.