Mit dieser Entscheidung hat die UEFA ein wichtiges Zeichen gegen horrende Ticket-Preise gesetzt. Für das nahezu bedeutungslose Gruppenspiel im November zwischen dem RSC Anderlecht und dem FC Bayern München hatte der belgische Klub 100 Euro pro Eintrittskarte verlangt. Aus dem aktuellen Urteil geht nun hervor, dass Anderlecht jedem Fan 30 Euro zurückerstatten muss.


Aus 100 Euro wird 40 Euro! Nachdem bereits der FC Bayern 30 Euro pro mitgereistem Fan freiwillig aus der eigenen Tasche hinzugesteuert hatte, wird nun auch der RSC Anderlecht zur Kasse gebeten. Die Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA hatte ​bereits im Januar entsprechende Ermittlungen eingeleitet und sich nun zu einer Entscheidung durchgerungen – zugunsten der FCB-Anhänger.

Stadion-Besucher der Blöcke S14 bis S17 erhalten laut eines ​kicker-Berichts 30 Euro vom Kaufpreis zurück. Die UEFA setzte dem belgischen Traditionsverein eine Frist von 15 Tagen, die Kosten zu erstatten. Insgesamt muss Anderlecht 27.000 Euro bezahlen. Im Nachhinein hat der Top-Zuschlag für das vermeintliche Spitzenspiel gegen die Münchner dem Heimverein nur Ärger und unnötige Kosten eingebracht.


Auch die Bayern wurden zu einer Geldstrafe verdonnert


Mit dieser Entscheidung wurde deutlich gemacht, dass der Preiswucher für Fußballspiele auch Grenzen hat. Die Fans des deutschen Rekordmeisters hatten ihren Unmut darüber bereits im Rahmen der CL-Partie im November (2:1-Sieg für den FCB) zum Ausdruck gebracht – und zwar mit entsprechenden Spruchbändern und dem Werfen von Falschgeld. 

RSC Anderlecht v Bayern Muenchen - UEFA Champions League

Mit Unverständnis hatten die Fans der Roten auf diesen Ticketpreis reagiert.



Für dieses Verhalten wurde aber auch die Gäste sanktioniert. Im Dezember musste der FC Bayern 20.000 Euro Strafe zahlen – wegen des "Werfens von Objekten" und eines "unerlaubten Banners“.