Als die Aufstellungen der TSG Hoffenheim zur Partie gegen Mainz 05 am Samstagmittag veröffentlicht wurden, staunte man nicht schlecht, da Serge Gnabry erneut auf einer defensiveren Position aufgestellt wurde. Nach vielen Misserfolgen in den letzten Wochen funktionierte Julian Nagelsmann die Bayern-Leihgabe, wie bereits in Berlin, zum Außenverteidiger um. Der TSG-Trainer sieht in dem 22-jährigen Offensivspieler das Potenzial, dauerhaft auf dieser Position zu agieren.


Nagelsmann ist mit der Neubesetzung der rechten Außenbahn ein feiner Schachzug gelungen. Ganz zum Leidwesen vom gelernten Verteidiger Pavel Kaderabek, der gegen Mainz erneut auf der Bank Platz nehmen musste. „Ich glau­be, dass er es kann. Ich sehe da sehr gro­ßes Potenzial für seine Zu­kunft“, wird der junge Trainer in der Bild-Zeitung zitiert. „Er hat so ein­fach viel Raum. Den kann er für sein Tempo nut­zen. Er ist kein gna­den­lo­ser Kil­ler vor dem Tor, son­dern eine Mi­schung aus Ab­schluss-Spie­ler, aber auch einem, der Tore vor­be­rei­tet und Ak­tio­nen ein­lei­tet. Von daher ist die Po­si­ti­on sehr ge­eig­net“, zählte der 30-Jährige die weiteren Vorteile auf.

Die bärenstarke Leistung vergoldete der deutsche Nationalspieler mit der Vorlage zum 1:0 von Szalai und leitete zusätzlich das 2:1 mit ein. Angesprochen auf die neue Postion scheint der 22-Jährige weniger begeistert zu sein: „Ich bin schon ein Spie­ler, der eher vorne spielt, auch eher of­fen­siv seine Qua­li­tä­ten hat.“


Beim FC Bayern und auch in der deutschen Nationalmannschaft wird man die Umstellungen mit Freude zur Kenntnis nehmen. Zwar plant man beim deutschen Rekordmeister das Sturm-Juwel fest als Nachfolger für Robben oder Ribery ein, doch eine zusätzliche Option ist nicht verkehrt, zumal ein Verbleib von Rafinha an der Isar mehr als fraglich scheint