Am Sonntagabend zeigte sich der SV Werder Bremen gut erholt vom Aus im DFB-Pokal-Viertelfinale. Im eigenen Stadion behielten die Grün-Weißen gegen den ​VfL Wolfsburg mit 3:1 die Oberhand. Florian Kainz avancierte dank seines Doppelpacks zum Spieler des Spiels. Grund zur Freude hatte auch Ludwig Augustinsson, der seinen ersten Treffer für Werder bejubeln durfte. 


Die Mannschaft von Cheftrainer Florian Kohfeldt ging nach einer Standardsituation früh in Führung. Nach einem Eckball von Zlatko Junuzovic war Augustinsson per Kopf erfolgreich. Für den Sommer-Neuzugang war es zugleich der erste Pflichtspieltreffer im Werder-Trikot. "Das Tor war ein unglaubliches Gefühl", gab der Linksverteidiger nach der Partie zu Protokoll. "Ich bin innerlich explodiert."

​​Wenige Minuten vor der Pause erhöhte Kainz mit einem sehenswerten Treffer auf 2:0. Mit seinem zweiten Tor zum 3:1 sorgte der Österreicher in der 72. Spielminute für die Vorentscheidung. 


"Es war ein gelungener Abend für mich persönlich", wird der Doppeltorschütze von der DeichStube zitiert. "Ich bin froh, dass ich mich selbst mal belohnt habe. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte. Der Sieg war extrem wichtig, aber wir sind noch nicht unten raus", betonte der linke Mittelfeldspieler, der seinen ersten Treffer als einen der schönsten seiner Karriere bezeichnete. 

Nach der Partie hatte Übungsleiter Kohfeldt für seinen Schützling ein Sonderlob übrig. "Kainz hat heute vielleicht sein bestes Spiel gemacht, das ich je von ihm gesehen habe in Bremen", erklärte der 35-Jährige. Der durch die Verpflichtung von Milot Rashica erhöhte Konkurrenzkampf auf den Außenbahnen scheint Kainz zu beflügeln. "Das macht uns stark. Ich versuche, jedes Mal alles rauszuhauen", zitiert der Weser-Kurier den Rechtsfuß.