​Der VfB Stuttgart ist auf der Innenverteidiger-Position überragend besetzt. Beim umkämpften 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach verzichtete ​Trainer Tayfun Korkut in seiner Startelf auf den wieder genesenen Holger Badstuber und schenkte Benjamin Pavard von Beginn an das Vertrauen. 


Beim ersten Spiel unter Tayfun Korkut am 21. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg stand dem 43-Jährigen Holger Badstuber aufgrund von muskulären Problemen nicht zur Verfügung. Sein Vertreter in der Innenverteidigung, Benjamin Pavard, machte ein sehr starkes Spiel und war ein Garant für den Punktgewinn in Niedersachsen.


Nach dem Sieg in der Fremde ​kehrte Badstuber wieder ins Teamtraining zurück und so dachten viele, dass der Abwehrchef gegen Borussia Mönchengladbach wieder in der Startelf der Schwaben stehen würde. Der neue Trainer der Stuttgarter entschied sich jedoch dafür, an seiner Defensive aus dem Spiel gegen die 'Wölfe' nicht zu rütteln und so musste sich der ehemalige deutsche Nationalspieler mit einem Platz auf der Ersatzbank zufrieden geben.

Pavard zahlte das Vertrauen seines Trainers mit einer sehr starken Leistung zurück und war über die gesamte Spieldauer sehr aufmerksam. Dabei leistete sich der 21-Jährige keine Leichtsinnsfehler und begnügte sich in brenzligen Situationen auch einmal damit, seinem Team durch einen Befreiungsschlag Luft zu verschaffen.


Der Verzicht auf den 28-jährigen Abwehrchef in der Startelf ist auch als klares Signal an den Rest der Mannschaft zu deuten. Unter dem neuen Trainer werden die Karten neu gemischt und es zählt nur die Leistung. Der Deutsche ist jedoch keineswegs außen vor beim neuen Coach und kam in der zweiten Hälfte als zusätzliche Verstärkung für den Abwehrkampf des Aufsteigers. Dennoch ist der Fußballlehrer nun auch in Sachen Menschenführung gefragt, um den enttäuschten Verteidiger bei Laune zu halten.

Die Entscheidung gegen Badstuber entstand vielmehr daraus, dass Korkut auf der Rechtsverteidigerposition weiterhin an Andreas Beck festhält und Pavard nicht als Außenverteidiger einsetzen will. Auch beim kommenden Spiel beim FC Augsburg muss sich der ehrgeizige Ex-Münchener somit wohl mit seinem Reservistendasein zufrieden geben. Getreu dem Motto: "Never change a winning Innenverteidigung."