​Mit einem starken Auftritt gegen den VfL Wolfsburg konnte Werder Bremen am Sonntag den zweiten Dreier in Folge einfahren. Beim 3:1 präsentierten sich die Grün-Weißen nicht wie ein Abstiegskandidat. Dennoch trat Florian Kohfeldt nach dem Sieg auf die Euphoriebremse. Der Coach wird nicht müde, seine Spieler vor unpassender Zufriedenheit zu warnen.


2:1 auf Schalke, ​3:1 gegen Wolfsburg: Nach einer nervenaufreibenden Hinrunde könnten es die Bremer ab sofort eigentlich etwas entspannter angehen lassen. Doch nichts da! Werder-Trainer Florian Kohfeldt ließ nach dem Erfolg über die Wölfe keinen Zweifel aufkommen, dass auf seine Mannschaft noch jede Menge Arbeit zukommen wird.

Anstatt seine Spieler über den grün-weißen Klee zu loben, nahm er sie laut ​Deichstube nach dem Spiel in die Pflicht: "Mit 23 Punkten steigen wir ab. Wir sollten auf keinen Fall zufrieden sein und müssen jetzt weitermachen. Selbstzufriedenheit ist nicht das, was ansteht. Aber wir glauben an den Weg mit aller Konsequenz, und dann schaffen wir auch den Klassenerhalt."


"Wenn man von einer Welle spricht, ist sie meistens schon wieder vorbei"


Der vergleichsweise unerfahrene Bundesliga-Trainer gab zu, dass es "ein sehr wichtiger Heimsieg" war. Nichtsdestotrotz zeichnete er ein Bild, das seinen Schützlingen und auch den Fans eine Warnung sein dürfte: "Wenn man von einer Welle spricht, ist sie meistens schon wieder vorbei." 

Florian Kohfeldt scheut nicht davor zurück, gebetsmühlenartig auf die Gefahren von Zufriedenheit hinzuweisen. "Ich klinge langweilig, aber der nächste Termin ist das Training am Mittwoch", so der 35-Jährige. Aktuell belegen die Bremer mit drei Zählern Vorsprung auf den FSV Mainz 05 auf Rang 15. Der Trainer hat Recht, ein Ruhekissen ist das noch lange nicht.