Am vergangenen Spieltag verpasste es Bayer Leverkusen, Platz zwei der Bundesligatabelle zu festigen. Heiko Herrlich, ​der seit seinem Amtsantritt unter dem Bayerkreuz viel Positives losgetreten hatte, sieht bei seiner Mannschaft einer guten Saison noch Verbesserungsbedarf, um in Zukunft über die Qualität einer Spitzenmannschaft zu verfügen.


Nach dem 0:0-Remis in Freiburg gab es auch in der vergangenen Woche nichts zu jubeln für die Leverkusener. Im Heimspiel gegen die Hertha unterlag das Team von Trainer Heiko Herrlich am Ende verdient mit 0:2. Gegen die Alte Dame erspielte sich die Werkself, die zuletzt für ihre brandgefährliche Offensive gelobt wurde, kaum Torchancen.


​Während beim 4:2 gegen Werder im Pokal die Abteilung Attacke wieder mal aufdrehte, gab es in der Bundesliga zuletzt also zwei Nullnummern. „Kein typischer Tabellenzweiter“ sei seine Mannschaft, betont Herrlich im kicker. Noch nie zuvor in der Geschichte gab es einen Tabellenzweiten, „der so wenig Punkte hatte, wie wir“, führt der Übungsleiter aus.

Bayer 04 Leverkusen v Hertha BSC - Bundesliga

Hatte gegen Hertha nichts zu feiern: Eine Leverkusen-Anhängerin



Erstmals in zwei Ligaspielen in Folge seit April 2017 blieb die Herrlich-Elf ohne eigens erzielten Treffer. „Wir hätten noch eine Stunde spielen können und keinen Treffer gemacht“, resümiert Leverkusens Coach die Partie gegen die Hertha. Nach dem Kraftakt gegen Bremen (das Spiel ging in die Verlängerung) habe seiner Mannschaft die Frische gefehlt, merkt Herrlich an.


Im gleichen Atemzug erklärt der 46-Jährige, wo er noch Nachholbedarf sieht: „Solche Spiele muss man schneller wegstecken. Das fehlt uns noch zu einer Spitzenmannschaft.“ Durch die Niederlage gegen Berlin rutschte das Werksteam auf den fünften Rang der Tabelle ab. Beim HSV (Samstag, 15.30 Uhr) soll mittels Dreier im Klassement wieder ein Sprung nach oben getan werden.