Schon im Pokal gegen Mainz (3:0) deutete Marco Russ mittels starker Leistung an, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. Im letzten Meisterschaftsspiel gegen Köln (4:2) krönte der Innenverteidiger seine starken Tage mit einem Tor. Auch Sportchef Fredi Bobic freut sich für seinen Schützling.


​Genau 285 Tage nach seiner Krebserkrankung feierte Marco Russ im vergangenen März sein Comeback auf der Profibühne. Seither ist viel passiert bei dem Innenverteidiger. Erste Wahl ist er bei Eintracht Frankfurt seit dieser Saison aber nicht mehr. In den letzten beiden Spielen deutete Russ jedoch an, weiterhin über Bundesliga-Niveau zu verfügen.


Während der Abwehrspieler schon im Pokal gegen Mainz mit einer starken Leistung aufwartete, krönte Russ mit dem Treffer gegen Köln seine hervorragende Woche. Nach einem maßgenauen Freistoß vom an jenem Tag überragenden Marius Wolf netzte Russ per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:1 für die SGE ein – es war sein erstes Saisontor.

Eintracht Frankfurt v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Verlässlicher SGE-Backup: Marco Russ



„Für Marco habe ich mich riesig gefreut. Das Tor gibt ihm noch mal einen Schub“, frohlockt Eintracht-Sportchef Fredi Bobic im kicker. „Wir wissen, dass er ein erfahrener Spieler ist, etwas draufhat und alles für die Eintracht gibt. Es ist wichtig, solche Jungs zu haben. Die Mannschaft lebt nicht von den ersten elf, sondern als geschlossenes Team.“


Die Spieler müssen sich im Training jedes Mal pushen, um den Trainer „dermaßen schwer zu machen“, wen er aufstelle und wen er in den Kader nehme, erläutert Bobic. Mit dem mittlerweile 32 Jahre alten Russ verfügt die SGE ​über einen für die Bundesliga guten Backup in der Innenverteidigung, der neben seiner Verlässlichkeit nun auch seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte.