Daniel Stendel gilt bei Hannover 96 als Urgestein. Jahrelang war der Ex-Profi als Jugendtrainer im Verein angestellt und arbeitete sich schließlich bis zu den Profis hoch. Dort wurde er im vergangenen März jedoch von seinen Aufgaben entbunden. Eine ​Rückkehr an den Maschsee wird es wohl nicht geben.


Nach dem 0:0 gegen St. Pauli in der Vorsaison trennte sich Hannover von Daniel Stendel. Der damalige Cheftrainer wurde schließlich von André Breitenreiter beerbt, unter dem 96 in die Bundesliga zurückkehrte. Seither ist es still geworden um Stendel, der zwar oft in verschiedenen Stadien zu sehen war, sich bisher aber nie öffentlich äußerte.


Unmittelbar ​nach seinem Rauswurf hatte Stendel angeblich das Angebot bekommen, als Leiter des Nachwuchsleistungszentrum Hannover erhalten zu bleiben – dachte man zumindest. „Es gab seit der Trennung kein persönliches Gespräch mit einem Verantwortlichen. Ein solches Angebot habe ich nie bekommen, folglich konnte ich auch nichts absagen - auch wenn es überall zu lesen war“, bezieht der 43-Jährige im kicker Stellung zu den Gerüchten.

Hannover 96 v VfL Bochum 1848 - Second Bundesliga

Kehrt vorerst nicht mehr zu 96 zurück: Ex-Cheftrainer Daniel Stendel


Es sei zuletzt eine sehr intensive Zeit gewesen, meint der vereinslose Coach. Es habe länger gedauert, als er zuerst gedacht habe, seine erste Entlassung im Profibereich zu verarbeiten. In den vergangenen Wochen wurden sowohl in der 2. Bundesliga als auch in der 3. Liga einige Trainerstühle frei. Für Stendel war ein Wiedereinstieg ins Profitum aber noch kein Thema.


Hospitationen bei Arsenal und Bröndby


„Es gab den einen oder anderen Kontakt“, sagt Stendel und führt aus: „Aber wie gesagt: Ich brauchte die Zeit, um mich neu auszurichten. Jetzt bin ich wieder angriffslustig - und überzeugt, dass neue Aufgaben kommen werden.“ Zuletzt hospitierte er über einen längerem Zeitraum beim FC Arsenal sowie Bröndby Kopenhagen.


Stendel habe dabei mitgenommen, dass man im Spiel auf verschiedene Weise dominant agieren könne. Arsène Wenger lege viel Wert auf Ballbesitz, Alexander Zorniger stehe für die Leipziger Schule des schnellen Umschaltens und Gegenpressings. Stendel: „Gemeinsam ist aber beiden, dass sie unbedingt selbst bestimmen wollen, was passiert. Das ist das A und O.“