​Beim 2:0-Auswärtscoup der Berliner Hertha bei Bayer Leverkusen kam es zu einer kuriosen Szene: Die Hausherren bekamen wenige Meter vor dem Tor einen indirekten Freistoß. Den ersten Schuss blockte Lustenberger auf der Linie, nach einer sekundenlangen Flippereinlage inklusive Lattentreffer war der Ball schließlich in Rune Jarsteins Händen.


Eben jener Jarstein war es gewesen, der den Freistoß kurz zuvor verursacht hatte. Nachdem er die Kugel aus Sicht von Ittrich schon mit den Händen kontrolliert und dann wieder freigegeben hatte, nahm er das Spielgerät erneut auf und eröffnete Leverkusen so die Chance, ins Spiel zurückzukommen. Den Pfiff kann Herthas Torwart jedoch nicht nachvollziehen, wie er auf herthabsc.de verriet: "Ich wusste nicht, dass ich den Ball in dieser Situation vor dem indirekten Freistoß nicht aufnehmen darf. Ich hatte den Ball zuvor nicht festgehalten, sondern nur berührt. Das habe ich mein ganzes Fußballleben schon so gemacht, auch in der aktuellen Saison. Noch nie hat da ein Schiedsrichter gepfiffen."

Valentino Lazaro, der die Berliner mit seinem ersten Bundesligator in Front geschossen hatte, war von Ittrichs Freistoßpfiff ebenfalls etwas überrascht: "Ich habe gar nicht genau gesehen, was vor dem indirekten Freistoß, der Leverkusen zugesprochen wurde, passiert ist. Das haben wir aber zum Glück wortwörtlich als Mannschaft aufgefangen und uns alle reingeworfen. So freut es uns, dass wir das Spiel zu null gewonnen haben."


In diese Kerbe schlug auch Fabian Lustenberger, der mit seiner Rettungstat auf der Linie großen Anteil an Herthas Sieg hatte. Er kam nach der Partie zum "Fazit, dass wir zu null in Leverkusen gewonnen haben. Den Sieg haben wir uns über die 90 Minuten verdient und fahren mit einem richtig guten Gefühl nach Hause. Großes Kompliment an die Mannschaft." Zum Abschluss richtete der Schweizer den Blick schon auf die nächste Woche, wenn die Berliner die drei Punkte aus Leverkusen gegen den FSV Mainz veredeln können.