Es war einmal mehr ein Treffer, der in dieser Form im Grunde nur von Thomas Müller erzielt werden kann. Der deutsche Nationalspieler sorgte mit seinem ​2:1-Tor gegen Schalke 04 dafür, dass die Münchner auch das zwölfte Pflichtspiel in Serie gewannen.


Im Gespräch mit der Münchner Abendzeitung äußerte sich Müller nun zu seinem Treffer, bei dem er S04-Schlussmann Ralf Fährmann auf dem falschen Fuß erwischte. „Ich wollte ihn eigentlich vor's Tor zu bringen, so geht er direkt in die kurze Ecke. Das war natürlich auch etwas glücklich“, so der 28-Jährige. Und gewohnt schelmisch ergänzt Müller: „Der Trainer würde jetzt sagen, ich hätte den Ball ins Tor gelogen.“

Müller, der nun in 275 Bundesligaspielen auf 200 Siege kommt und somit einen weiteren Bestwert aufgestellt hat, weiß vor allem das Vertrauen des Trainers zu schätzen. „Ich denke, jeder profitiert davon, da steht man schon anders auf dem Platz“, so der gebürtige Weilheimer. Gerade in der letzten Phase unter Heynckes-Vorgänger Carlo Ancelotti hatte Müller immer wieder die für sein Spiel notwendige Rückendeckung vermisst.


Mit nun fünf Treffern hat Müller zudem seinen Wert der Vorsaison schon jetzt eingestellt. Und auch mit der Teamleistung gegen die „Königsblauen“ zeigte er sich einverstanden. „Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir auch gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel eine gute Leistung zeigen können, und das haben wir geschafft.“

Wollen die Münchner das Unternehmen „Triple“ in diesem Jahr erfolgreich gestalten, gilt es demnächst die Champions-League-Hürde Beşiktaş zu nehmen. Bei der aktuellen Form des Branchenprimus dürften sich die Bayern-Fans wenig Sorgen um ihre Mannschaft machen. Im Notfall hat man ja schließlich noch Thomas Müller – das Schlitzohr des Rekordmeisters.