Der Hamburger SV musste sich beim Auswärtsspiel in Dortmund dem BVB mit 2:0 geschlagen geben. Dabei trat der HSV unter Bernd Hollerbach jedoch erneut wie ausgewechselt auf und hätte sich mindestens einen Punkt verdient gehabt. Dementsprechend positiv fiel das Fazit nach dem Spiel aus.


Nichts zu holen für den HSV. Standesgemäß verloren die Norddeutschen in Dortmund mit 2:0. So zumindest liest es sich auf dem Papier. Tatsächlich präsentierte sich ein scheinbar wiederbelebter HSV in Dortmund als die bessere Mannschaft, trat aggressiv und mutig auf und hätte sich nach 90 Minuten mindestens einen Punkt verdient. Der Fußball ist jedoch nicht immer fair. 

"Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben sich voll reingehauen", wird ein stolzer Bernd Hollerbach von der MoPo zitiert. "Ich habe eine mutige Mannschaft gesehen, die richtig gekämpft hat. Wir waren gut organisiert, haben wenig zugelassen und waren mutig nach vorn. Mit dem ersten Schuss ist Dortmund nach dem Wechsel in Führung gegangen, dann war es ein offener Schlagabtausch."


Hollerbach gefällt - Konstanz ist gefragt


In die gleiche Kerbe schlug Innenverteidiger Mergim Mavraj, der im Abwehrverbund den Laden bis auf einige wenige Ausnahmen eigentlich dicht hielt. "Wir sind nah dran gewesen, aber haben unsere Chancen leider nicht genutzt. Wieder nicht und das ist so bitter! Man kann dem Spiel einiges Positives abgewinnen. Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, erste Halbzeit sogar die bessere. Darauf kann man aufbauen. Klar, im Abstiegskampf zählen nur Punkte. Aber mit der Performance heute kann man relativ zufrieden sein. Wir müssen und werden uns das Glück wieder erzwingen. Wir geben nicht auf!"


Wichtig ist nun, dass sich der Formanstieg nicht nur als Momentaufnahme (unter dem Stichwort des 'Trainereffekts') niederschlägt. Was der HSV nun braucht, ist Konstanz. Dann werden die Punkte wie von selbst fallen.