HANOVER, GERMANY - FEBRUARY 10: Goalkeeper Philipp Tschauner of Hannover 96 celebrates his team's first goal scoring during the Bundesliga match between Hannover 96 and Sport-Club Freiburg at HDI-Arena on February 10, 2018 in Hanover, Germany. (Photo by Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images)

Nach dem Ende des Stimmungsboykotts: Die Stimmen zu Hannover 96 gegen den SC Freiburg

Hannover 96 besiegt den SC Freiburg mit Unterstützung des gesamten Stadions mit 2:1. 90min war nach der Partie in der Mixed-Zone auf Stimmenfang. Wie war die Atmosphäre nach dem Ende des Stimmungsboykotts? Trainer André Breitenreiter, Geschäftsführer Horst Heldt sowie die Spieler Philipp Tschauner, Felix Klaus und Co. bezogen Stellung und bedankten sich für die wichtige Unterstützung nach dem Anschlusstreffer kurz vor Schluss.

1. Felix Klaus (Hannover 96)

Über sein Verältnis zur Mannschaft (Klaus wechselt im Sommer nach Wolfsburg):

"Ich habe immer gesagt, dass ich die Mannschaft und jeden Einzelnen gern hab. Ich laufe bis zum Umfallen, damit ich der Mannschaft helfen kann. Natürlich ist ein Tor da immer wichtig, ich gebe aber immer alles."


Über den Sieg gegen Freiburg:

"Freiburg steht mit der Fünferkette sehr gut, hat die Räume gut zu gemacht. In der zweiten Halbzeit ging es viel besser. Man hat dann gesehen, was wir können, als wir den Platz zum Kontern hatten."


Zur Stimmung im Stadion:

"Letztlich kriege ich das eh nicht so richtig mit. Na klar, es ist schöner, wenn uns alle unterstützen."

2. Waldemar Anton (Hannover 96)

Über sein Tor zum 1:0:

"Natürlich ist es selten, dass man als Innnenverteidiger die Chance bekommt. Heute hatte ich das Glück, dass ich an der richtigen Stelle stand."


Über das Ende des Stimmungsboykotts:

"Es war auf jeden Fall lauter. Ich war froh, dass das ganze Stadion hinter uns stand und ich hoffe, dass es die nächsten Spiele auch so bleibt." 

3. Christian Streich (SC Freiburg/Trainer)

"Wir waren in der ersten Halbzeit zu ballunsicher, hatten zu wenig zweite Bälle. Hannover war da besser. Nichtsdestotrotz hatten wir die ganz große Chance, mit 1:0 in Führung zu gehen. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wir müssen einfach mal die Effizienz haben, in Führung zu gehen. Die hatten wir nicht, Hannover schon. Ich gratuliere Hannover zum Sieg."

4. André Breitenreiter (Hannover 96/Trainer)

Zum Sieg gegen Freiburg:

"Wir sind natürlich sehr erleichtert, vor allem nach den letzten beiden Spielen, in denen wir klar die bessere Mannschaft waren und uns jeweils nur mit einem Punkt belohnt haben. Heute hatten wir die Effektivität. Wir haben das Spiel in der 1. Halbzeit schon deutlich kontrolliert, auch wenn Freiburg durch eine Nachlässigkeit eine Riesenchance hatte. Wir waren dennoch ruhig und geduldig in der Spieleröffnung - und auch gegen den Ball. Ab der 70. Minute haben wir uns jedoch zu weit hinten reindrängen lassen, sind hinten nicht mehr rausgerückt. Daher haben wir auch gewechselt, um das Zentrum zu unterstützen. Obwohl das Spiel eigentlich schon durch war, haben wir - wie leider schon des Öfteren - dennoch das Gegentor kassiert. Und dann zittert man auch."


Zur Stimmung im Stadion:

"Wir sind alle sehr glücklich, dass wir das gesamte Stadion hinter uns hatten und dass Anfeuerungsrufe zu vernehmen waren - gerade in den Phasen, in denen wir sie benötigten. Das war insbesondere nach dem Anschlusstreffer der Fall. Und da haben wir alle gemeinsam dafür gesorgt, dass wir nichts mehr anbrennen ließen und die drei Punkte einfahren konnten."

5. Fritz Keller (SC Freiburg/Präsident)

"Wir haben eine Mannschaft, die immer wieder zurückkommt - selbst bei einem 0:2-Rückstand. Das ist das Positive, das wir aus dieser Partie ziehen können. Wenn wir es auch mal schaffen, nicht immer das erste Gegentor zu kassieren, dann bin ich davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen."

6. Philipp Tschauner

Über die Pfiffe, weil die 96-Mannschaft angeblich nicht in die Kurve ging:

"Wir waren in den letzten Spielen auch nicht in der Kurve und haben das auch nicht groß gefeiert. Wir wissen, wie wir das zu handhaben haben und können es nicht beeinflussen. Wir haben das in den vergangenen Spielen auch schon so gemacht. Wir können keinen Einfluss auf das Ganze nehmen, wir können nur Einfluss darauf nehmen, was wir auf dem Platz abliefern. Ob sie uns alle gemeinsam unterstützen oder nicht, das müssen die Fans selbst entscheiden."


Über die bessere Stimmung im Stadion:

"Das haben wir in den lezten Spielen so ein bisschen vermisst - vor allem in den letzten fünf Minuten. Dass die Fans uns nach vorne peitschen, um den Vorsprung auch mal über die Zeit zu retten. Das war heute da und es wäre schön, wenn das bis zum Ende der Saison noch so bliebe."

7. Horst Heldt (Hannover 96/Geschäftsführer)

Über den Spielverlauf:

"Die Freiburger waren sehr griffig, sie haben uns das Leben schwer gemacht. Wir haben das Spiel aber verdient gewonnen, weil wir unsere Chancen genutzt haben. Es war sicherlich kein Leckerbissen, aber das war auch nicht notwendig."


Über das Ende des Stimmungsboykotts:

"Das war super und wir können uns dafür auch nur bedanken, weil wir natürlich gemerkt haben, dass es uns die zweite Luft gibt. Wir haben immer betont, dass es uns wichtig ist."