Dem Regionalligisten SV Babelsberg droht der Lizenzentzug. Die Potsdamer befinden sich aktuell in einem Rechtsstreit mit dem Nordostdeutschen Fußballverbund (NOFV). Ein Benefizspiel gegen Werder Bremen wird es derweil nicht geben, allerdings boten die Hanseaten an, den in Existenznöten geratenen Viertliga-Klub anderweitig zu unterstützen.


„Auch wenn ein Benefizspiel mit unserem Profiteam nicht realisierbar ist, möchten wir deutlich machen, dass wir an der Seite des SV Babelsberg 03 stehen und für gemeinsame Projekte offen sind“, wird Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald auf der Vereinswebsite des Bundesligisten zitiert.


"Deutliches Signal gegen Rechtsextremismus" 


Die zwei Klubs haben schon Kontakt miteinander aufgenommen. „In den kommenden Tagen“, so heißt es, „werden sich beide Vereine Gedanken darüber machen, mit welchen Aktionen ein deutliches Signal gegen Rechtsextremismus gesendet werden kann.“

SV Werder Bremen v Turbine Potsdam - U17 Girl's German Championship Final

Will den SV Babelsberg unterstützen: Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald



Aktuell befinden sich die Potsdamer in einem Rechtsstreit mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV). Der Regionallist weigert sich, eine gegen ihn verhängte Geldstrafe in Höhe von 7.000 Euro zu bezahlen, nun droht sogar der Lizenzentzug. Der Verband sanktionierte den SVB, weil dessen Fans während des Heimspiels gegen Energie Cottbus im April Pyrotechnik abgebrannt und „Nazischweine raus“ skandiert hatten. 


Auch Cottbus wurde verurteilt – ebenfalls für das Abrennen von Pyrotechnik und einem von Energie-Anhängern verursachtem Platzsturm, allerdings nicht für dessen rechtsradikaler Gesänge und das Zeigen des Hitlergrußes, was letzten Endes der Auslöser des entzündeten Rechtsstreites war.