Martin Hinteregger und RB Leipzig, das ist schon eine besondere Art der Hassliebe – nur eben ohne Liebe. Wie schon im vergangenen Jahr, wurde der Österreicher beim Freitagabendspiel in der Red-Bull-Arena von den Fans der Sachsen ausgepfiffen. Nach der Partie nahm er dazu Stellung.


Mit 0:2 musste sich der FC Augsburg am vergangenen Freitag bei RB Leipzig geschlagen geben. Zum Pechvogel des Abends avancierte Martin Hinteregger, der einen Keita-Freistoß zum 2:0-Endstandt mit dem Kopf entscheidend ins eigene Tor abgefälscht hatte. Während des gesamten Spiels musste der Österreicher Pfiffe gegen sich ertragen.

„Negativ hat es mich sicher nicht beeinflusst. Aber ich hoffe, dass ich hier in den nächsten Jahren auch noch ausgepfiffen werde. Das würde heißen: Ich spiele nach wie vor bei Augsburg und wir spielen nach wie vor Bundesliga. Ich hoffe, dass es die Leipziger nicht vergessen, das pusht mich immer bissel. Danke, liebe Leipzig-Fans“, sagte Martin Hinteregger im Anschluss an das Spiel.


Der Grund für die ironische bis provokative Reaktion auf die Pfiffe: Bei seinem Wechsel von RedBull Salzburg zum FC Augsburg hatte der Innenverteidiger massive Vorwürfe gegen das Fußballmodell „Red Bull“ erhoben. Bei Laola1.tv sagte der 25-Jährige einst: „Ich habe eine Wut auf Leipzig. Salzburg geht systematisch an Leipzig kaputt. Es wird alles aus Leipzig regiert, alles nur zu Leipziger Gunsten. Salzburg wird komplett links liegen gelassen.“ Scharfe Kritik, die in Leipzig wohl nicht auf taube Fan-Ohren gestoßen ist…