Mit genau 83,164 Millionen Euro steht Leipzig bei Red Bull in der Kreide. Im Vergleich zu 2015 sind die Verbindlichkeiten um gut 30 Millionen Euro in die Höhe geschnellt. Einen großen Grund zur Sorge gibt es allerdings nicht, wie Geschäftsführer Oliver Mintzlaff nun erklärte.


RB Leipzig hat Schulden? Und dann noch in Höhe von über 80 Millionen Euro? Bei dieser Nachricht werden sich viele Außenstehende wundern, schließlich gilt der "Brause-Klub" doch als eines der finanziellen Flagschiffe der Bundesliga. Doch wie aus einem Geschäftsbericht hervorgeht, gibt es einiges abzuzahlen.

Wie kam es dazu? Im Aufstiegsjahr 2016 wurden einige Top-Transfers, darunter Naby Keita (15 Millionen Euro) und Timo Werner (10 Millionen Euro), getätigt. Allerdings machte RB Leipzig in besagtem Jahr dennoch einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro. 


Finanzielle Starthilfe muss noch abbezahlt werden


Daran alleine kann es also nicht gelegen haben. Vielmehr wies Oliver Mintzlaff im ​BILD-Interview auf eine "finanzielle Starthilfe" hin, die der Verein von dem Hauptgesellschafter Red Bull erhalten hatte. "Wenn wir theoretisch eine marktwertbasierte Bilanzierung machen würden, dann würde jeder sehen, dass unsere Vermögenswerte die Verbindlichkeiten deutlich übersteigen. Wir haben zum wiederholten Male 2016 einen Gewinn erzielt – und natürlich zahlen wir unsere Verbindlichkeiten zurück."

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Kredit-Tilgung: Keine Höhenflüge trotz Keita-Millionen



Den Auftakt zur Rückzahlung des Kredites dürfte der Transfer von Keita zum FC Liverpool machen. Ein Teil der Ablösesumme in Höhe von 75 Millionen Euro dürfte genau dort hineinfließen. Sorgen brauchen sich die RB-Fans allerdings ohnehin nicht machen: Stille Reserven, wie der Kader im Wert von über 300 Millionen Euro, geben die nötige Sicherheit.