Beim FC Bayern nach einem Angstgegner zu suchen, ist durchaus als Herkules-Aufgabe zu verstehen. Allerdings ist die jüngste S04-Bundesliga-Bilanz in München eine durchaus passable. Zwei der letzten drei Begegnungen in der Allianz-Arena wurden nicht verloren. Insofern verstehen es die „Königsblauen“ durchaus, den Branchenprimus regelmäßig zumindest zu ärgern.


Damit dies auch am Samstagabend gelingt, fordert Schalke-Trainer Domenico Tedesco ein „mutiges und besonders in der Defensive cleveres Auftreten.“ Eine reine Defensivschlacht sei in München kaum zu gewinnen, daher müsse S04 auch Ballbesitzanteile haben, um die eigenen Defensivreihen regelmäßig zu entlasten. Der Schwere der Aufgabe ist sich Tedesco aber bewusst: „Wir werden viele Aufgaben in München erledigen müssen, um dort erfolgreich zu sein.“

Personell kann Tedesco nach dem ​Pokalsieg gegen den VfL Wolfsburg nahezu aus dem Vollen schöpfen – lediglich die Langzeitverletzten und der gesperrte Matija Nastasić werden nicht zur Verfügung stehen. Die Vertretung für Nastasić wird vermutlich der Franzose Benjamin Stambouli übernehmen: „Wir haben mit Stambouli jemanden, mit dem wir sehr, sehr zufrieden sind“, so Tedesco weiter. Über seinen Noch-Schützling Leon Goretzka weiß Tedesco, dass dieser auf die Begegnung mit seinem neuen Arbeitgeber „brennt.“

Und auch eine kleine Kampfansage konnte sich Tedesco nicht verkneifen. "Wir fahren definitiv nach München, um drei Punkte zu holen - sonst könnten wir in Gelsenkirchen im Bett liegen bleiben", gab der Schalker Coach angriffslustig zu Protokoll. Wie man die Bayern ärgert, weiß Schalke. Tut man dies einmal mehr, könnte der Begriff Angstgegner langsam aber sicher vielleicht Konturen annehmen.