​Der Hamburger SV sorgte in der vergangenen Woche wieder einmal abseits des Platzes für Schlagzeilen. Wie das Abendblatt berichtete, wollte Aufsichtsratsmitglied Felix Goedhart Sportdirektor Jens Todt sowie den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen stürzen. Letztgenannter äußerte sich am Donnerstag auf einer Pressekonferenz ​zum Putschversuch. 


"Alles, was sich nicht auf den Sport fokussiert, ist natürlich nicht schön. Auf der anderen Seite ist es aber eine permanente Begleiterscheinung, wenn man Tabellensiebtzehnter ist und sich in einer sportlich prekären Situation befindet", erklärte Bruchhagen. "Dann bekommen solche ergänzenden Informationen eine große Bedeutung." Der 69-Jährige wolle sich aber nicht an den Diskussionen beteiligen und spielte das Thema herunter.

"Welcher Aufsichtsrat stellt sich nicht die Frage, haben wir den richtigen Trainer, haben wir den richtigen Sportdirektor und haben wir den richtigen Vorstand?" Diese Diskussion sei offensichtlich geführt worden und hätte zu einem Ergebnis geführt. "Dieses Ergebnis sollte man nicht unterschlagen", betonte Bruchhagen. 


Der Vorstandsvorsitzende ließ zudem verlauten, dass es eine Aussprache mit Goedhart gegeben hat. "Wir haben uns ausgetauscht, wie sich das gehört", gab der HSV-Boss zu Protokoll. Damit sei die Sache für den 69-Jährigen "abgeschlossen". Dennoch ist es derzeit nur schwer vorstellbar, dass in den nächsten Wochen beim abstiegsbedrohten Bundesliga-Dino Ruhe einkehrt.