​Ein alter Mann ist doch kein D-Zug, lautet ein altes Sprichwort. Dieses scheint sich auch der neue HSV-Trainer Bernd Hollerbach auf die Fahne geschrieben zu haben. Während die jungen Spieler unter ihm teilweise Doppelschichten schieben müssen, dürfen es die Routiniers beim Hamburger SV ab sofort etwas ruhiger angehen lassen. Was steckt hinter dieser Maßnahme?


Im Abstiegskampf kommt es darauf hin, auf den Punkt genau fit zu sein. Um dies zu gewährleisten, geht Bernd Hollerbach einen für Bundesliga-Verhältnisse durchaus ungewöhnlichen Weg. Die erfahrenen Spieler bekommen mehr Pausen als die Youngster.


Im ​BILD-Interview erklärte der Nachfolger von Markus Gisdol seinen Schachzug wie folgt: "Wenn wir zwemal die Woche doppelt trainieren, mache ich es so, dass die Profis, die über 30 Jahre alt sind, frei bekommen. Am Nachmittag müssen sie dann aber stets wieder ran." 


"Ich habe das überall auf meinen Trainerstationen so gehandhabt"


Dementsprechend fehlten im HSV-Training am Donnerstagvormittag Sejad Salihovic (33) sowie die beiden 31-Jährigen Mergim Mavraj und Aaron Hunt. Während diese Herangehensweise für den einen oder anderen Neuland sein mag, ist sie für Hollerbach längst Gang und Gäbe: "Ich habe das überall auf meinen Trainerstationen so gehandhabt." 


Hamburger SV v Hannover 96 - Bundesliga

Bernd Hollerbach hat ein Herz für Routiniers.



Stellt sich nur die Frage, ob diese unterschiedliche Behandlung jeder Profi als gerecht empfindet. Für Hollerbach gibt es jedenfalls keinen Grund, an dieser Maßnahme zu zweifeln, da sie aus seiner Sicht nur logisch ist: "Der Körper von älteren Spielern braucht eben länger für die Regeneration. Jüngere Kicker müssen bei uns mehr ran."