Am kommenden Spieltag trifft die TSG Hoffenheim auf den 1. FSV Mainz 05. Wie Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Donnerstag erklärte, wolle man gegen die abstiegsgefährdete Mannschaft von Sandro Schwarz den ersten Sieg der Rückrunde einfahren, um die sportliche Talfahrt vorerst zu stoppen. Allerdings wird Hoffenheim dabei auf zwei Leistungsträger verzichten müssen.

Nur zwei Siege in den letzten zehn Bundesligaspielen, nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen. Nach dem Überraschungserfolg der vergangenen Saison, als die TSG Hoffenheim am Ende den vierten Platz belegte, liegt die Mannschaft von Julian Nagelsmann nach dem 21. Spieltag mit 28 Punkten auf dem neunten Rang. 


Gegen Mainz 05 soll der erste Sieg seit dem 13. Dezember her, doch der Trainer erwartet eine schwere Aufgabe: "Im Hinspiel hat uns Mainz zu Beginn mit extremem Pressing überrascht - damit hatten wir große Probleme. Es stand dann ja auch schnell 0:2 gegen uns", wird der 30-Jährige auf der vereinseigenen Website zitiert. Dennoch ging die TSG am Ende mit 3:2 als Sieger hervor. Nagelsmann: "Schön, dass wir das Spiel noch gedreht haben."

​Nach dem gestrigen Pokalspiel der Mainzer gegen Eintracht Frankfurt hatte er positive Worte für die abstiegsgefährdeten '05er' übrig: "Ich habe mir gestern das Mainzer Pokalspiel in Frankfurt angeschaut und einige Schlüsse daraus gezogen. Das Ergebnis am Mittwochabend fiel zu hoch aus. Sie haben das Frankfurter Pressing oft mit langen Bällen überspielt - das würde ich gegen uns nicht so gerne sehen."


Allerdings sei noch abzuwarten, ob Mainz defensiv oder mit Mut im Angriff agieren werde: "Am Samstag werden wir sehen, ob wir auf einen tief stehenden Gegner treffen oder ob uns Mainz hoch attackiert." Dass Hoffenheim im Gegensatz zu Mainz in dieser Woche nicht mehr im DFB-Pokal antreten musste, sei allerdings kein Vorteil für die Gastgeber: "Die Belastung aus dem Pokalspiel wird keine Rolle spielen, da Mainz jetzt ja nur eine englische Woche hatte und Sandro Schwarz die Belastung sicherlich gut steuert."

Nachdem Nagelsmann in den vergangenen Tagen vor allem immer wieder über die Berichterstattung um seine Person sprach, konzentriert er sich in dieser Woche voll und ganz auf die Vorbereitung für die kommende Partie. Von der bisherigen Trainingsleistung seiner Spieler zeigte sich der 30-Jährige begeistert: "Wir hatten bisher eine der besten Trainingswochen dieses Jahres. Ich hoffe, das setzt sich am Donnerstag und Freitag so fort und wir bekommen die Trainingsleistung am Samstag aufs Feld." 


Besonders die Offensive, die in den vergangenen Wochen schwächelte, habe ihm gefallen, weshalb er gleich eine Kampfansage nach Mainz schickte: "Wir hatten diese Woche wie immer ein sehr hohes Engagement und haben zudem sehr viele Tore geschossen. Wir haben uns auf Abschlüsse konzentriert, hatten viel Personal in der Box und viele gute Aktionen. Deshalb habe ich ein sehr gutes Gefühl für Samstag - wir wollen dreifach punkten."

FC Bayern Muenchen v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

        Droht gegen den 1. FSV Mainz 05 erneut auszufallen: TSG-Torjäger Mark Uth      ​

​​Allerdings wird Nagelsmann gegen Mainz voraussichtlich auf Uth verzichten müssen. Der Stürmer stand bereits gegen Hertha BSC Berlin nicht im Kader, konnte heute jedoch erstmalig wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. "Ein Einsatz am Samstag ist aber fraglich. Wir werden sehen, wie er sich präsentiert und ob ihm zwei Trainingseinheiten reichen. Ich muss dann entscheiden, ob es eventuell für den Kader reicht." 


Definitiv ausfallen wird hingegen Kerem Demirbay, der sich im Spiel gegen die Berliner unter anderem einen Anriss des Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk zuzog. "Sein Ausfall ist schmerzhaft - für uns aber vor allem für ihn. Er ist ein wichtiger Spieler für uns, der uns aber schon länger fehlt. Wir müssen und werden ihn ersetzen. Wichtig ist, dass Kerem sich Zeit nimmt und erst zurückkehrt, wenn er ganz gesund ist."


​​​Egal ob mit oder ohne Uth und Demirbay - Hoffenheim muss punkten. Zwar hält man noch immer Kontakt zu den Europapokalplätzen, doch der Abstand auf den Relegationsplatz, der vom kommenden Gegner belegt wird, beträgt lediglich acht Punkte. Eine weitere Niederlage könnte die Lage noch bedrohlicher machen, doch Nagelsmann scheint mit voller Zuversicht in die Partie zu gehen.