​Der 1. FC Köln steht auch unter Stefan Ruthenbeck weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga und droht somit in die 2. Bundesliga abzusteigen. Dennoch ist nach der Entlassung von Peter Stöger und dem Trainerwechsel zu Stefan Ruthenbeck eine klare Aufwärtstendenz erkennbar. Im Interview äußerte sich nun Mannschaftskapitän Matthias Lehmann zum neuen Coach und erklärte, wie dieser und Rückkehrer Simon Terodde die Mannschaft besser machen. 


Trotz des schlechtesten Saisonstarts aller Zeiten hat der 1. FC Köln nach der Siegesserie zu Rückrundenbeginn weiterhin alle Chancen auf den Klassenerhalt. Auch wenn es gegen Ex-Coach Peter Stöger und Borussia Dortmund am vergangenen Freitag mal wieder eine Niederlage gab, beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz sieben Punkte, die man durchaus aufholen kann. 


Dass es unter Neu-Coach Stefan Ruthenbeck wieder mehr als ordentlich läuft, liegt laut Kapitän Lehmann vor allem an der Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. "Der gravierendste Unterschied ist, dass wir unsere Torchancen nutzen. Ansonsten konzentrieren wir uns taktisch auf die einfachen, grundsätzlichen Dinge - aufs Pressing im Mittelfeld, endige Kompaktheit im 4-4-2 und versuchen, unsere Konter zu nutzen", so der 34-Jährige im Interview mit t-online.de.

1. FC Koeln v BATE Borisov - UEFA Europa League

Glaubt weiter an den Klassenerhalt: FC-Kapitän Matthias Lehmann



Wie der gebürtige Ulmer weiter erklärte, habe natürlich auch der Trainerwechsel mit dem Aufschwung bei den Kölnern zu tun. "Wir üben immer wieder, den Ball nicht so lange zu halten und schnell weiterzuspielen. Stefan Ruthenbecks Philosophie ist viel Tempo im eigenen Ballbesitz zu haben, wir wollen Hektik und Verwirrung beim Gegner stiften - bisher klappt das ganz gut." 


Auch die ​Verpflichtung von FC-Rückkehrer Simon Terodde wirke sich positiv auf die Leistung der gesamten Mannschaft aus, wie Lehmann verriet. "Er verschafft uns Zeit. Er kann mit dem Rücken zum gegnerischen Tor die Bälle festmachen, so einen Spielertypen hatten wir in der Hinrunde nicht. Unsere anderen Stürmer wie Sehrou Guirassy drehen sich eher aus der Situation raus und suchen selbst den Zug zum Tor. Simon legt die Bälle häufiger ab und hilft uns so beim Nachrücken. Außerdem arbeitet und kämpft er ohne Ende", lobt der Mittelfeldmann den Neuzugang vom VfB Stuttgart. 


Am kommenden Samstag geht es für die Domstädter auswärts gegen die in dieser Saison starke Eintracht aus Frankfurt um Trainer Niko Kovac. Gegen die SGE erwartet der ehemalige Frankfurter erneut eine schwierige Aufgabe. "Sie sind für mich ein Überraschungsteam der Saison, trotz der vielen Ab- und Zugänge wirken sie sehr, sehr eingespielt und sind die ganze Saison über stabil. Die Konstanz zeichnet sie in meinen Augen am meisten aus", so Lehmann über die Hessen.