Neben Julian Brandt war Karim Bellarabi einer der Leverkusener Pokalhelden. Da es um den Flügelrenner zuletzt aber etwas still wurde, erfolgt Rückenwind aus der eigenen Mannschaft. Doch auch in Zukunft wird es für den ehemaligen deutschen Nationalspieler nicht einfach werden.


Mit einem Treffer und einer Vorlage avancierte Karim Bellarabi im Pokalspiel gegen Bremen (4:2 n. V.) neben Julian Brandt, der zwei Treffer beisteuerte, zum Matchwinner. Bellarabi spielte jedoch in den Überlegungen von Cheftrainer Heiko Herrlich im gesamten Saisonverlauf eine untergeordnete Rolle.


„Ich glaube die ganze Zeit daran, dass Karim uns weiterhilft. Er hat sich immer voll reingehauen, war nie sauer, wenn er nicht gespielt hat“, wird Herrlich in der Donnerstagsausgabe des kicker zitiert. Doch mehr als ein Joker-Einsatz war es für Bellarabi auch gegen Bremen nicht. In der 108. Spielminute kam er für Brandt ins Spiel.

Bayer Leverkusen v Werder Bremen - DFB Cup

Bayer-Jubeltraube nach dem Treffer vom Karim Bellarabi


​Bellarabi wurde unter dem Bayerkreuz längst der Rang abgelaufen. Für Furore sorgen in dieser Saison andere. Mit seinen vorzüglichen Auftritten ruft beispielsweise Leon Bailey unter anderem den FC Chelsea auf den Plan. Auch Brandt sieht sich schon seit Langem zahlreichen Avancen der internationalen Elite ausgesetzt.


„Für einen Spieler, der sehr gute Jahre hatte, ist die Situation nicht so einfach“, beschreibt Brandt Bellarabis unglückliche Situation. Der Pokalauftritt im Rücken könnte aber neue Kräfte freisetzen. Brandt spricht seinem Konkurrenten Mut zu: „Das war ein dickes Ausrufezeichen. Ihn sollte man nicht abschreiben. Wenn er gut drauf ist, ist er ein klarer Startelfspieler.“