Eintracht Frankfurt – FSV Mainz 05 3:0 (1:0)


1:0 Rebić (17.), 2:0 Hack (Eigentor, 53.), 3:0 Mascarell (61.)


Nach einem souveränen 3:0-Sieg über den FSV Mainz 05 steht Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal-Halbfinale. Die Tore in einer einseitigen Begegnung erzielten Rebić und Mascarell. Zudem unterlief Mainz-Verteidiger Hack ein Eigentor.


Die Frankfurter gingen durchaus als Favorit in die Partie. Die Kovac-Truppe spielt eine starke Saison und liegt in der Bundesliga derzeit auf einem herausragenden sechsten Rang. Auf der anderen Seite verkauften sich die 05er zuletzt zwar teuer, doch die Schwarz-Elf rutschte nach der Niederlage gegen die Bayern auf den Relegationsrang ab.


Personell reagierte Eintracht-Coach Niko Kovac auf die ​0:3-Niederlage beim FC Augsburg und veränderte seine Startelf auf gleich fünf Positionen: Für Falette, Chandler, Gacinovic und Jovic kamen Russ, da Costa, Willems und Rebić in die Mannschaft. Bei Mainz 05 fiel die Rotation nach dem durchaus respektablen ​0:2 gegen die Bayern größer aus. Lediglich Bell, Hack, Diallo und Latza waren erneut von Beginn an dabei, zudem gab im Tore René Adler sein Comeback nach überstandener Oberschenkelverletzung.


Vom Start weg entwickelte sich ein leidenschaftlich geführtes Kampfspiel, in dem die Frankfurter Eintracht die Kontrolle übernahm. Doch die großen Möglichkeiten ließen zunächst auf sich warten. Weder bei Wolfs Distanzschuss (6.), noch bei Russ‘ Kopfball im Anschluss an eine Ecke (10.) kam wirklich Gefahr auf.


Adler lädt die Eintracht ein, Rebić nimmt an


Und so brauchte es schon eine Slapstick-Einlage von Mainz-Keeper Adler, damit die Eintracht in Führung ging. Dieser verstolperte eine Bell-Rückgabe und rief somit Wolf auf den Plan. Dieser schnappte sich den Ball, legte quer auf Rebić – und dieser schob das Leder in den leeren Kasten ein. (17.)

Bis zur Pause neutralisierten sich beide Mannschaften, lediglich bei einem Boateng-Schuss ans Außennetz (28.) ging nochmals ein Raunen durch die Commerzbank-Arena. Die Gäste aus Mainz enttäuschten im ersten Durchgang offensiv auf ganzer Linie und konnten die Frankfurter Abwehr um Torhüter Hradecky nicht einmal wirklich in Verlegenheit bringen.


Mainz wacht auf – doch Frankfurt trifft


Die Mainzer kamen gut aus der Kabine und verstanden es nun Druck auf die Eintracht-Defensive auszuüben. Zwar blieb eine richtige Einschussgelegenheit aus, doch die Gäste waren spürbar darum bemüht, sich nicht kampflos aus dem Wettbewerb zu verabschieden.

Doch Mitten in der Drangphase der 05-er fiel das 2:0. Nach Querpass von Haller rutschte Hack unglücklich in den Ball und erwischte Adler auf dem falschen Fuß. (53.) Nachdem das 1:0 noch als halbes Eigentor durchging, stand dieses Mal also auch im offiziellen Spielbericht ein Mainzer als Torschütze eines Eintracht-Treffers.

Die Mainzer mühten sich weiter, doch Frankfurt blieb gefährlicher. Haller verpasste eine scharfe Rebić-Hereingabe (56.), ein Wolf-Schuss ging am Kasten vorbei. (58.) Und nach der dritten Einladung der Mainzer entschied Frankfurt die Begegnung: Dem bedauernswerten Hack versprang ohne Bedrängnis der Ball, Mascarell schnappt sich das Leder, ließ Hack aussteigen und überlupfte Adler – 3:0. (61.)


Der Rest der Begegnung war aus Frankfurter Sicht begleitetes Auslaufen. Mainz konnte nicht mehr, Frankfurt wollte nicht. Es folgte lediglich ein negativer Höhepunkt in Form einer Roten Karte für Danny Latza, der nach rüdem Einsteigen gegen Marco Fabian des Feldes verwiesen wurde. (81.)

Und so stand unter dem Strich ein souveränes, wenn auch durch krasse Mainzer Fehler bedingtes 3:0 und der erneute Einzug der Eintracht ins Pokal-Halbfinale.