​Nach einer wochenlangen Talfahrt entschied sich der VfB Stuttgart in der vergangenen Woche dazu, Hannes Wolf als Chefcoach zu entlassen und Tayfun Korkut als Nachfolger zu installieren. Eine Wahl, die bei den VfB-Fans nicht gut ankam. Präsident Wolfgang Dietrich zeigt Verständnis für die empörten Anhänger.


Mit einem 1:1 beim VfL Wolfsburg startete Tayfun Korkut seine Mission bei den Schwaben. Vor allem der Auftritt in der zweiten Hälfte gibt ​Anlass zur Hoffnung, dass der gewünschte Turnaround unter dem Deutsch-Türken vollzogen werden kann. Die anfängliche Skepsis der Stuttgart-Fans scheint somit - zumindest vorübergehend - verflogen.


Wolfgang Dietrich, der sich im Zuge des Trainerwechsels reichlich Kritik gefallen lassen musste, sieht sich nun in seiner Entscheidung bestätigt. "Ich muss als Präsident über den Tag hinaus denke. Die aktuellen Ereignisse sind wichtig, aber auch nur ein Punkt. Viel wichtiger ist, dass wir die Ruhe bewahren. Und wir haben Ruhe im Verein", erklärt der 69-Jährige dem kicker.

VfL Wolfsburg v VfB Stuttgart - Bundesliga

Korkut feierte bei seiner Premiere zumindest einen Teilerfolg



Dennoch betont Dietrich auch, dass er "die Empörung" der Fans verstehen könne - schließlich sei die Anhängerschaft nicht nur aufgrund des Trainerwechsels, sondern auch ob der schwachen Ergebnisse der letzten Wochen verunsichert. 


Gleichzeitig stellt der Präsident der Schwaben aber auch klar, dass "wir insgesamt mehr Zuspruch als Gegenwind" erhalten haben. "Und der Gegenwind in den sozialen Medien liegt in der Natur der Sache. Das müssen wir aushalten, und das halten wir auch aus." Führt Korkut den erhofften Positivtrend weiter fort, dürfte auch die Kritik in den Netzwerken bald verstummen.