Gegen Hertha BSC Berlin gab Robert Zulj sein Debüt in der Bundesliga. Der 26-jährige Offensivspieler der TSG Hoffenheim wurde zuvor von einer Schambeinentzündung zurückgeworfen und schaffte es erst zur Rückrunde in den Kader von Julian Nagelsmann. Wie Zulj nach der Partie in Berlin auf der vereinseigenen Webseite verriet, war er glücklich über seinen ersten Einsatz in der Liga und hofft auf weitere Einsätze in den kommenden Wochen.

Im vergangenen Sommer war es für Robert Zulj endlich so weit: Der Österreicher wechselte nach drei Jahren bei Greuther Fürth ablösefrei zur TSG Hoffenheim und kam seinem Ziel, in der Bundesliga zu spielen, nah. "Ich habe mit meinen beiden Brüdern schon immer von der Bundesliga geträumt. Dass es bei mir jetzt so weit gekommen ist, dass ich hier spielen kann, ist traumhaft", sagte der Mittelfeldspieler bei seiner Präsentation. 


Bis zu seinem ersten Einsatz sollte es jedoch eine Weile dauern: Während der Saisonvorbereitung zog sich Zulj eine Schambeinentzündung zu und absolvierte neben einem Spiel für die zweite Mannschaft im November lediglich eine Partie in der Europa League gegen Ludogorets Razgrad.

Seit Beginn der Rückrunde stand Zulj jedoch auch im Bundesligakader und feierte gegen Hertha BSC seinen ersten Einsatz im Oberhaus, als er in der 70. Minute für Adam Szalai eingewechselt wurde. Mit seinem Debüt sei er "zufrieden" gewesen, so der ehemalige Fürther gegenüber achtzehn99.de. "Für mich war es enorm wichtig, dass die erste Situation im Spiel funktioniert. Ich habe mich im Anschluss wohlgefühlt", resümierte der 26-Jährige seinen Auftritt in Berlin.

Bereits vor der Partie stellte Trainer Julian Nagelsmann einen Einsatz in Aussicht und hob die Qualitäten des Sommer-Neuzuganges hervor: "Er ist ein ganz feiner Fußballer, mit einem tollen Fuß - sowohl beim finalen Pass als auch im Abschluss. Ich hoffe, dass wir das bald in der Bundesliga sehen können und er seine Trainingsleistungen im Spiel auf den Acker bekommt." Auch nach dem Spiel zeigte sich Nagelsmann mit seinem Schützling zufrieden, die Komplikationen nach dessen Schambeinentzündung seien beseitigt: "Robert ist inzwischen voll in der Spur."

Greuther Fuerth v 1860 Muenchen  - 2. Bundesliga

  Im Trikot von Greuther Fürth konnte Zulj überzeugen.



Nach seinem ersten Einsatz seit Dezember hat Zulj Lust auf mehr: "Ich werde in den kommenden Wochen genauso weitermachen wie zuletzt. Ich will dem Trainer in jedem Training zeigen, dass ich bereit bin und der Mannschaft helfen kann", gab er sich kämpferisch. Eine bestimmte Zielvorgabe habe er sich jedoch nicht gesetzt: "Ich möchte so viele Spiele wie möglich machen, habe mir aber kein bestimmtes Ziel gesetzt. Ich habe persönlich erfahren, wie schnell sich im Fußball alles ändern kann. Gesundheit ist die Grundlage für alles. Ich will den Fußball einfach genießen und noch besser werden."

​Dabei musste sich Zulj zunächst an seine neue Rolle in Hoffenheim gewöhnen: "
Ich musste erst einmal verstehen, was Julian alles will, welche Anforderungen er an einen 'Achter' hat." Mittlerweile habe er die Spielweise jedoch verinnerlicht und wagte dementsprechend eine erste Einschätzung der Mannschaftsleistung in Berlin: "Gegen den Ball haben wir gegen die Hertha ein richtig gutes Spiel gemacht und waren viel stabiler als in den Partien zuvor." Offensiv wolle man jedoch "noch einen Tick effizienter sein."

​Am kommenden Spieltag heißt der Gegner Mainz 05. Die Mannschaft von Sandro Schwarz rutschte nach der jüngsten 0:2-Niederlage gegen Bayern München auf den Relegationsplatz ab, doch für Robert Zulj geht es nur um den nächsten Sieg: "
Wir wollen gegen Mainz zu Hause unbedingt drei Punkte holen." Ob er gegen die Rheinhessen erneut dabei ist, ist Stand jetzt jedoch offen. Doch generell dürfte sich Zulj darüber gefreut haben, seinen Traum 'Bundesliga' am vergangenen Wochenende überhaupt erfüllt haben zu können.