Josip Drmics Zeit bei Borussia Mönchengladbach verläuft weiterhin unglücklich. Nach zwei schweren Verletzungen ist der 25-Jährige mittlerweile wieder fit, kam in vier der vergangenen fünf Partien jedoch nichtzum Einsatz. Ein Abgang scheint derzeit allerdings keine Option: Nachdem über einen möglichen ​Transfer des Angreifers zum FC Zürich berichtet wurde, dementiert der Blick jegliche Meldungen über einen Last-Minute-Wechsel im Winter.

Zehn Millionen Euro zahlte Borussia Mönchengladbach vor gut zweieinhalb Jahren an Bayer Leverkusen, um sich die Dienste von Josip Drmic zu sichern. Der mittlerweile 25-jährige Angreifer erlebte zuvor ein enttäuschendes Jahr bei Bayer Leverkusen, nachdem er mit 17 Toren in 34 Partien für den 1. FC Nürnberg als vielversprechendes Talent für die Zukunft galt. Doch auch in Gladbach kam Drmic nicht richtig in Fahrt, erzielte in mittlerweile 40 Pflichtspielen lediglich einen einzigen Treffer.

​Hinzu kommt das Verletzungspech des Schweizers: Während der Winter-Transferperiode der Saison 2015/16 wurde Drmic an den Hamburger SV verliehen, erlitt dort jedoch einen Knorpelschaden, der ihn für neun Monate außer Gefecht setzte. Einige Monate später erlitt er einen Rückfall am Knie - es drohte gar ein vorzeitiges Karriereende. Mittlerweile ist Drmic fit, doch von einem Stammplatz bei Borussia Mönchengladbach ist er noch immer weit entfernt.

​Es ist daher wenig verwunderlich, dass der 25-Jährige noch in dieser Transferperiode mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird. Bereits gestern wurde vermeldet, dass der FC Zürich möglicherweise an einer Rückkehr des Nationalspielers interessiert sei. In der Schweiz schließt das Transferfenster erst am 15. Februar, der Verein kennt den Spieler zudem bestens. Bereits von 2001 bis 2013 spielte Drmic für die Züricher und gab 2010 sein Debüt in der Super League. 

Wie der Blick zunächst berichtete, beschäftige sich allerdings nicht der FC Zürich, sondern dessen Stadtrivale Grasshoppers Zürich mit einer Verpflichtung von Drmic. Die Mannschaft von Murat Yakin belegt aktuell den vierten Tabellenplatz in der Super League, scheint jedoch trotzdem nach Verstärkungen in der Offensive Ausschau zu halten. Des Weiteren habe Thomas Bickel, sportlicher Leiter des FC Zürich, gegenüber dem Blick Gespräche mit Borussia Mönchengladbach dementiert: "Es haben keine Gespräche mit Gladbach stattgefunden", wird der 54-Jährige zitiert.

Doch egal, welcher Verein sich um Drmic bemüht: Mittlerweile scheint ein Wechsel ausgeschlossen. Demnach wolle er bis zum Sommer in Gladbach bleiben und schließe einen Wechsel in die Schweiz "definitiv aus." Drmics Chancen auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft in Russland dürften sich damit nicht erhöhen, doch der Nationalspieler bemüht sich offenbar darum, sich in den kommenden Monaten in Gladbach durchzusetzen.