Antonio Valencia gibt sich kämpferisch. Der Kapitän von Manchester United glaubt weiter an die erste englische Meisterschaft in der Post-Ferguson-Ära. Stadtrivale Manchester City habe trotz eines 13-Punkte-Polsters den Titel noch nicht sicher. Als bestes Beispiel nennt er sein eigenes Team 2012. Damals waren die Vorzeichen noch umgekehrt.


Manchester City scheint die englische Meisterschaft nach 26 Spieltagen nicht mehr zu nehmen zu sein. Angesichts von 13 Punkten Vorsprung auf Manchester United und der Dominanz der 'Skyblues' zweifelt kaum jemand mehr, dass das Team von Pep Guardiola den Titel noch verspielen könnte.


Einer will dem Stadtrivalen aber noch längst nicht gratulieren: Antonio Valencia. 'Uniteds' Co-Kapitän will die Meisterschaft zwölf Spieltage vor Schluss nicht abgeschrieben. Als bestes Beispiel nennt der Routinier die Situation aus der Spielzeit 2011/2012. Damals waren die Vorzeichen genau umgekehrt: "Vor ein paar Jahren haben wir den Titel verloren, obwohl wir kurz vor Saisonende acht Punkte Vorsprung hatten. Jetzt sind noch viel mehr Spiele zu gehen und wir müssen weiter kämpfen", so Valcencia.

In der vorletzten Saison von ​Trainer-Ikone Sir Alex Ferguson lagen die 'Red Devils' sechs Spieltage vor Schluss acht Zähler vor dem Stadtrivalen. Am Ende holten sich die 'Skyblues' doch noch den Titel. "Das Wichtigste ist immer die drei Punkte einzufahren", lautete die einfache Rechnung des Außenverteidigers. Am Sonntag reist der Rekordmeister zu Newcastle United (15.15 Uhr). Dann soll der nächste Sieg her. "Wir haben gezeigt, dass wir die Qualität haben, bis zum Ende der Saison um den Titel zu kämpfen", wiederholte der Ecuadorianer.


Manchester United "Urgestein" Valencia


Der 32-Jährige will als gutes Beispiel vorangehen. Im Old Trafford hat Valencia noch die glorreichen Zeiten unter Ferguson miterlebt. Unter dem Schotten gewann er 2011 und 2013 die Premier League. Seit neun Jahren spielt der 92-fache Nationalspieler nun schon bei den 'Red Devils'. 2009 war er für knapp 19 Millionen Euro von Wigan Athletic nach Manchester gewechselt. 


Bei 'United' ist der pfeilschnelle und sehr robuste Rechtsverteidiger wohl einer der (öffentlich) unterschätztesten Spieler im Kader. Innerhalb der Mannschaft und bei Trainer José Mourinho genießt er dagegen großes Ansehen. In der laufenden Spielzeit verpasste er vier Liga-Partien verletzungsbedingtAnsonsten stand er immer über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Das und die Tatsache, dass Mourinho ihn hinter Michael Carrick zum Ersatz-Kapitän ernannte, zeigen seine Führungsrolle im Team.


"Ich will die Mannschaft vertreten und ich denke, ich tue das gut. Aber das Wichtigste ist, dass meine Teamkollegen glücklich mit mir sind", meinte er in seiner typisch bescheidenen Art. Wichtig wäre auch, dass die Kollegen, ähnlich wie Valencia, weiter an den Titel glauben. Wirklich realistisch scheint dies aufgrund der Stärke der 'Cityzens' aber nicht zu sein.