Beim FC Bayern läuft alles nach Plan. In der Bundesliga steht der Rekordmeister vor dem sechsten Titel in Serie, im DFB-Pokal winkt das Finale in Berlin. Nun steht auch Thiago nach langer Verletzungspause vor dem Comeback und soll spätestens in Wolfsburg wieder zum Kader gehören. Ein Risiko will man beim Spanier aber nicht eingehen - so wie bei Thomas Müller.


​Der FC Bayern befindet sich weiter klar auf Double-Kurs. Nach dem ​souveränen 6:0-Sieg gegen Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn im Viertelfinale steht der Rekordpokalsieger in der Vorschlussrunde des DFB-Pokals und hat das Endspiel in Berlin fest im Blick. In der Bundesliga ist den Bayern der sechste Titel in Folge ohnehin nur noch theoretisch zu nehmen. Jupp Heynckes kündigte danach an, man werde nicht nachlassen "​egal in welchem Wettbewerb".


Neben Bundesliga und Pokal will die Trainer-Ikone auch in der Champions League angreifen und aus dem nationalen Double vielleicht sogar das zweite Triple machen. Pünktlich zur entscheidenden Phase der Saison steht dem 72-Jährigen dabei auch wieder Thiago zur Verfügung. Der 25-fache spanische Nationalspieler hatte sich im November beim 2:1-Sieg in Anderlecht einen Muskelteilriss zugezogen und fiel seither aus.

Das Comeback des 26-Jährigen rückt immer näher. "Ich denke, dass er ab Mittwoch wieder unter Umständen voll trainieren kann", sagte Heynckes schon vor dem Pokalspiel in Paderborn. Möglich, dass Thiago dann schon am kommenden Samstag zum Topspiel gegen Schalke 04 (18.30 Uhr) ins Aufgebot zurückkehrt. Wahrscheinlich will der Bayern-Coach aber kein Risiko eingehen. "Ich werde noch einmal Rücksprache mit den Ärzten halten. Jetzt kommt es aber auch nicht auf ein oder zwei Wochen an. Der Spieler will natürlich so schnell wie möglich spielen, aber wir gehen kein Risiko ein. Eine erneute Verletzung wäre furchtbar. Er kann noch mal ein ganz wichtiges Element in unserem Spiel werden", so Heynckes.

Nach kicker-Informationen soll Thiago aber spätestens zum Auswärtsspiel darauf beim VfL Wolfsburg wieder dabei sein. Es wäre eine Punktlandung - drei Tage später steht das Achtelfinal-Hinspiel in der 'Königsklasse' gegen Besiktas Istanbul an.


Entwarnung bei Müller


Eine Schrecksekunde gab es am Dienstagabend aber doch: Thomas Müller musste nach einer halben Stunde verletzt ausgewechselt werden. Der Weltmeister war mit Paderborn-Schlussmann Michael Ratajczak zusammengeprallt. Seine Oberschenkelprellung soll aber nicht weiter tragisch sein, hieß es von den Bayern und Müller selbst. 

Der 28-Jährige erholte trainierte am Tag nach der Blessur "regenerativ beim Aqua-Jogging". "Da muss man mal sehen, wie das in den nächsten Tagen verläuft. Aber wir hoffen, dass er am Samstag wieder dabei ist. Thomas ist ein ganz wichtiger Mann für uns“, meinte Heynckes. Wahrscheinlich wird der Bayern-Coach aber auf Müller verzichten. Angesichts von 18 Punkten Vorsprung wird er vor den wichtigen Spielen in den kommenden Wochen kein Risiko eingehen wollen. 

In Paderborn fehlten den Bayern auch Jerome Boateng und Javi Martinez. Während Boateng am Mittwochvormittag eine individuelle Einheit absolvierte, scheint Martinez schon etwas weiter zu sein. Der Spanier trainierte nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder mit dem Team.