MAINZ, GERMANY - FEBRUARY 03: Head coach Jupp Heynckes of Muenchen looks on prior to the Bundesliga match between 1. FSV Mainz 05 and FC Bayern Muenchen at Opel Arena on February 3, 2018 in Mainz, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Von Heynckes bis Drews: Das haben die Trainerwechsel der Saison gebracht

Ein Trainerwechsel gilt seit geraumer Zeit als beliebtes Mittel, um bei anhaltendem sportlichen Misserfolg eine Trendwende einzuleiten. Doch ist die Einstellung eines neuen Übungsleiters wirklich immer das Allheilmittel? Wir haben für euch die Trainerwechsel der ersten und zweiten Bundesliga in der laufenden Saison genauer unter die Lupe genommen. 

16. FC Bayern: Jupp Heynckes für Carlo Ancelotti

Als "Don Jupp" Anfang Oktober vom glücklosen Carlo Ancelotti übernahm, lagen die Bayern am Boden. In der Champions League in Paris nach allen Regeln der Kunst deklassiert, in der Bundesliga fünf Punkte hinter Borussia Dortmund. Mit Heynckes kam der Erfolg zurück zum Rekordmeister. Inzwischen haben die Bayern 18 Punkte Vorsprung auf Verfolger Leverkusen, sind in der Champions League gegen Besiktas klarer Favorit und konnten im DFB-Pokal RB Leipzig und Borussia Dortmund ausschalten. Ein klarer Glücksgriff also. 

15. Borussia Dortmund: Peter Stöger für Peter Bosz

Auch die Dortmunder Borussia lag am Boden,als Peter Stöger Mitte Dezember die Bosz-Nachfolge antrat. Stöger schaffte es die Mannschaft defensiv zu stabilisieren und blieb in sechs Ligaspielen noch ohne Niederlage. Er scheint für den Moment der richtige Mann in Dortmund zu sein - für ein langfristiges Engagement fehlt es derzeit allerdings an spielerischen Lösungen. 

14. 1. FC Köln: Stefan Ruthenbeck für Peter Stöger

Nach der Demission von Peter Stöger setzte der 1.FC Köln auf U19-Coach Stefan Ruthenbeck. Und der gebürtige Kölner hat seinen Geißböcken insbesondere nach der Winterpause neues Leben eingehaucht. Der Klassenerhalt wird zwar dennoch eine Herkulesaufgabe - aber zumindest die Hoffnung auf ein Wunder ist mit Ruthenbeck zurückgekehrt. 

13. VfL Wolfsburg: Martin Schmidt für Andries Jonker

Ein wirklicher Aufschwung blieb nach der Entlassung von Andries Jonker und der Einstellung von Ex-Mainz-Coach Martin Schmidt zwar aus, doch der Schweizer schaffte es zumindest, die "Wölfe" zu stabilisieren. Inzwischen sind die Niedersachen zumindest sehr unangenehm zu bespielen - die Bilanz von elf Remis in 19 Bundesligaspielen sprechen hier eine deutliche Sprache. 

12. Werder Bremen: Florian Kohfeldt für Alexander Nouri

Florian Kohlfeldt hat Werder Bremen als Nachfolger von Alexander Nouri nicht nur weg von den Abstiegsrängen geführt, er hat der Mannschaft von der Weser auch endlich wieder eine echte Handschrift verpasst. Mit 1,5 Punkten pro Spiel läge Werder hochgerechnet im absolut gesicherten Mittelfeld. 

11. Hamburger SV: Bernd Hollerbach für Markus Gisdol

Zwar ist Hollerbachs Bilanz mit zwei Remis aus zwei Spielen noch nicht wirklich zufriedenstellend, doch die Hoffnung ist auch in Hamburg zurückgekehrt. Jeweils nach 0:1-Rückständen wurde sowohl in Leipzig, als auch gegen Hannover gepunktet. Was einzelne Punkte am Saisonende noch wert sein können, wissen sie in Hamburg bestens. 

10. VfB Stuttgart: Tayfun Korkut für Hannes Wolf

Bei Tayfun Korkut lässt sich nach nur einem Spiel selbstredend noch keine Tendenz ableiten. Das 1:1-Remis beim VfL Wolfsburg war allerdings zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Am Sonntag steigt dann Korkuts Heimpremiere mit der Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach. 

9. FC St. Pauli: Markus Kauczinski für Olaf Janßen

Nach erfolgreichem Start unter Neu-Trainer Markus Kauczinski sind die Kiezkicker inzwischen wieder auf dem harten Boden der Realität angekommen. Niederlagen gegen Darmstadt 98 und beim 1. FC Heidenheim sorgten dafür, dass St.Pauli mittlerweile wieder auf Rang 11 angekommen ist und den Blick durchaus nach unten richten sollte. 

8. Union Berlin: Andre Hofschneider für Jens Keller

Nach der sportlich doch überraschenden Trennung von Erfolgstrainer Jens Keller übernahm André Hofschneider. Unter dem 47-jährigen Fußballlehrer verabschiedete sich Union inzwischen aus dem Aufstiegsrennen und liegt inzwischen auf einem enttäuschenden zehnten Rang. Zwei Punkte aus fünf Spielen unter Hofschneiders Regie sind schlicht zu wenig für die hohen Ansprüche der "Eisernen". 

7. VfL Bochum: Jens Rasiejewski für Ismail Atalan

Als U19-Coach Jens Rasiejewski für den glücklosen Ismail Atalan übernahm, konnte er zunächst für einen kleinen Aufschwung beim Revierklub sorgen. Inzwischen ist mit vier Niederlagen in Serie aber wieder Tristesse rund ums Ruhrstadion eingekehrt. Und die Abstiegsangst ist einmal mehr deutlich spürbar. 

6. Darmstadt 98: Dirk Schuster für Torsten Frings

Nachdem die "Lilien" unter Torsten Frings auf einen Abstiegsplatz zurückfielen, wurde der "Lutscher" entlassen. Als neuer Trainer wurde der ehemalige Erfolgscoach Dirk Schuster eingestellt, der in drei Spielen bislang vier Punkte sammeln konnte. Zuletzt gab es allerdings mit der 1:2-Heimniederlage gegen den MSV Duisburg den ersten Rückschlag. 

5. 1. FC Kaiserslautern: Michael Frontzeck für Jeff Strasser

Ein Spiel, ein Sieg: In der Pfalz besteht die Hoffnung, das Michael Frontzeck die "roten Teufel" doch noch vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahrt. Beim 2:1-Sieg bei Eintracht Braunschweig ist zumindest das Fortune auf der Seite der Elf vom Betzenberg gewesen. Ob Eintagsfliege oder Trendwende wird sich allerdings noch zeigen müssen. 

4. 1. FC Kaiserslautern: Jeff Strasser für Norbert Meier

Rein auf den Punkteschnitt bezogen konnte Jeff Strasser die "Roten Teufel" zumindest ansatzweise stabilisieren. Mit 0,91 Punkte pro Spiel ist aber auch Strassers Bilanz nicht hitverdächtig. Nach seinem Zusammenbruch beim Spiel beim SV Darmstadt musste Strasser aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. 

3. Greuther Fürth: Damir Buric für Janos Radoki

Der Wechsel von Janos Radoki hin zum Kroaten Damir Buric hat beim Fürther Kleeblatt nur bedingt für Besserung gesorgt. Noch immer sind die Franken akut abstiegsgefährdet und liegen auf Rang 17. Die Punkteausbeute von 1,12 Punkten pro Spiel liest sich obendrein absolut bedrohlich. 

2. FC Ingolstadt: Stefan Leitl für Maik Walpurgis

Als Stefan Leitl den FC Ingolstadt übernahm, lagen die "Schanzer" nach schwachem Saisonstart auf Rang 18. Leitl war zunächst als Interimslösung angedacht, überzeugte die Vereinsverantwortlichen allerdings derart, dass er einen Monat später mit einem dauerhaften Vertrag ausgestattet wurde. Inzwischen ist Ingolstadt Fünfter, in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. 

1. Erzgebirge Aue: Hannes Drews für Thomas Letsch

Bereits nach drei Spieltagen musste Thomas Letsch im Erzgebirge seine Koffer packen. Drei Niederlagen zu Saisonbeginn waren dem Präsidium zu viel. Nach einem Übergangsmonat mit Robin Lenk auf der Trainerbank folgte dann Hannes Drews, der die Mannschaft inzwischen stabilisiert hat.