Schwere Zeiten für Marc Stendera. Obwohl das Frankfurter Eigengewächs derzeit fit ist, fehlt der 22-Jährige seit drei Wochen im Aufgebot der Eintracht. Grund ist der große Konkurrenzkampf im Mittelfeld. "Es reicht im Moment leider nicht", macht ihm Trainer Niko Kovac keine große Hoffnungen auf eine Verbesserung seiner Situation.


Im bevorzugten ​3-5-2-System von Eintracht Frankfurt gibt es im zentralen Mittelfeld drei Positionen. Ein defensiv ausgerichteter Spieler agiert auf der 'Sechs', zwei weitere Spieler etwas offensiver ausgerichtet in den Halbräumen davor. Marc Stendera kann auf allen drei Positionen spielen, muss derzeit die Partien seiner Mannschaft aber von der Tribüne aus verfolgen.

Eintracht Frankfurt v Werder Bremen - Bundesliga

Nicht etwa, weil das Frankfurter Eigengewächs verletzt wäre - das war in der Karriere des 22-Jährigen bislang allzu häufig der Fall. Nach seinem Bundesliga-Debüt mit 17 Jahren riss sich Stendera unter anderem zweimal das Kreuzband. Vor der Saison fiel der ehemalige U21-Nationalspieler wegen eines Meniskusrisses aus und verpasste die ersten sechs Liga-Spiele.


Derzeit ist er aber fit. Grund für seine Nicht-Berücksichtigung ist vor allem das Überangebot im Eintracht-Mittelfeld. Seit drei Partien steht Stendera deshalb nicht mehr im Aufgebot von Trainer Niko Kovac. "Es ist nicht nur für Marc eine schwierige Situation, sondern auch für alle anderen, die es aufgrund der vielen gesunden Spieler nicht in den Kader schaffen", erklärte der Kroate auf der Pressekonferenz am Dienstag. Neben Stendera tummeln sich im Eintracht-Kader neun weitere Profis, die für die drei Positionen im Zentrum infrage kämen. Mit Jonathan de Guzman fehlt derzeit nur einer der Kandidaten. ​Der Niederländer trainiert allerdings schon wieder mit dem Team.

"Marc macht das im Training sehr gut, ist fleißig dabei. Nur wir müssen uns immer wieder entscheiden und komponieren mit Verteidigern, Mittelfeldspielern und Angreifern“, so Kovac weiter. Große Hoffnungen auf eine baldige Verbesserung seiner Situation machte der Eintracht-Coach Stendera aber nicht: "Es fehlt ihm nicht viel, aber so viel, dass es eben unterm Strich leider im Moment nicht reicht. Und dadurch, dass ​Marco Fabian wieder dazu gekommen ist, wird es nicht leichter. Das ist klar.“


Klingt nach schweren Wochen für Stendera, der noch bis 2020 unter Vertrag steht. Im Winter soll es bereits Angebote für ihn gegeben haben, Stendera wollte sich aber bei seinem "Herzensverein" durchsetzen. Sollte er bis zum Sommer weiter keine große Rolle mehr spielen, dürfte ein Wechsel nach der Saison aber wieder zum Thema werden.