LEVERKUSEN, GERMANY - FEBRUARY 06: The team of Bremen looks dejected after the DFB Cup quarter final match between Bayer Leverkusen and Werder Bermen at BayArena on February 6, 2018 in Leverkusen, Germany. The match between Leverkusen and Bremen ended 4-2 after extra time. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Werder Bremen: 6 Erkenntnisse nach dem Pokal-Aus in Leverkusen

Bundesligist SV Werder Bremen ist nach dem 2:4 nach Verlängerung im DFB-Pokalviertelfinale gegen Bayer 04 Leverkusen ausgeschieden. Trotz des Ausscheidens brachte das Spiel den Bremern um Trainer Florian Kohfeldt einige wichtige Erkenntnisse, die nun dabei helfen können, sich auf den Rest der Bundesligasaison und den Abstiegskampf zu konzentrieren. 


Diese Erkenntnisse brachte die Partie:

1. Aktivposten Milot Rashica

Der Neuzugang von Vitesse Arnheim aus der niederländischen Eredivisie bot nach seiner Einwechslung eine ordentliche Leistung und präsentierte sich deutlich besser als noch bei seinem Debüt. Gegen die Leverkusener war der Kosovare einer der Aktivposten der zweiten Halbzeit und wusste auch mit Defensivarbeit zu überzeugen. Auch wenn der junge Offensivmann sicher noch nicht bei 100 Prozent ist, so ist seine steigende Formkurve sicher doch ein gutes Zeichen für den SV Werder und die kommenden Aufgaben. 

2. Florian Kainz überzeugt

Der Österreicher hat nach seinen zuletzt schwankenden Leistungen gegen Bayer 04 Leverkusen ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und war bis zu seiner Herausnahme der wohl beste Mann auf dem Platz. Der Nationalspieler beackerte die linke Seite offensiv wie defensiv unermüdlich und zeigte sich vor allem offensiv deutlich präziser als zuletzt. Gleich mehrfach sorgte Kainz mit guten Flanken und Torschüssen für Gefahr im und um den Strafraum der Werkself und dürfte nach seinem Auftritt zumindest für die kommende Partie gesetzt sein. 

3. Lebensversicherung Max Kruse

Was würde Werder Bremen nur ohne Max Kruse tun? Der Offensivmann ist Spielmacher, Führungsspieler sowie Leistungsträger in einer Person und sorgte auch in Leverkusen mit seinem Tor und seiner Vorlage für Sturmpartner Aron Johannsson überhaupt erst dafür, dass die Partie in die Verlängerung ging. Trotz großer Verantwortung liefert der ehemalige DFB-Nationalspieler konstant starke Leistungen und darf sich demnach durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Landesauswahl und ein WM-Ticket für Russland machen.

4. Milos Veljkovic nicht mehr unumstritten

Spätestens nach seinem Auftritt gegen Bayer 04 Leverkusen muss Milos Veljkovic um seinen Stammplatz in der Abwehrreihe des SV Werder bangen. Gegen die Werkself bot der Serbe eine sehr schwache Vorstellung und sah bei gleich mehreren Gegentoren nicht gut aus. Mit der Verpflichtung von Sebastian Langkampf aus Berlin steht bereits ein adäquater Ersatz bereit, der schon mit den Hufen scharrt. Eins ist klar: Veljkovic muss spätestens jetzt liefern.

5. Unter Florian Kohfeldt: Die Richtung stimmt

Trotz Pokal-Aus und Abstiegskampf in der Bundesliga ist unter Coach Florian Kohfeldt spielerisch ein deutlicher Schritt nach vorne erkennbar. Der junge Trainer setzt auf offensiveren Fußball als seine Vorgänger, fordert schnelle Kombinationen und hohes Pressing von seiner Mannschaft. Gegen die Werkself hätte man nach 2:0-Führung durchaus auch als Sieger vom Platz gehen können. Die Leistung stimmte absolut und macht Mut für die kommenden Wochen. 

6. Werbung für den deutschen Fußball

Nicht nur für beide Mannschaften brachte die Pokalpartie einige Erkenntnisse, auch der deutsche Fußball erlebte seit längerer Zeit mal wieder eine hochspannende Partie auf fußballerisch gutem Niveau mit hohem Unterhaltungswert. Die im Vergleich zu den anderen internationalen Ligen immer mehr aufkommende Dekadenz des deutschen Fußball hat durch das Spiel einen Lichtblick erfahren. Schnelle Offensiv-Kombinationen, viel Laufbereitschaft, Kampf und Wille - diese Zutaten sollten auch in der Bundesliga in Zukunft wieder für Fußball auf Topniveau sorgen und den Fans Hoffnung machen. 

2:4 nach Verlängerung: Das sind die Bremer Erkenntnisse nach dem Pokal-Aus in Leverkusen